Halberstadt (fbo). Kurz vor dem größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte stehen die Fußballer des VfB Germania Halberstadt. Am Sonntag (14 Uhr) können die Vorharzer mit einem Sieg beim FC Carl-Zeiss Jena II die Sensation perfekt machen und in die vierte Liga aufsteigen.

Mit einem Sieg auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld wäre der VfB Germania durch. Der Zweitplatzierte aus Auerbach hätte in den dann verbleibenden drei Spielen keine Möglichkeit mehr, den Rückstand zu verkürzen bzw. selbst die Spitzenposition zurückzuerobern. Ein Unentschieden in Jena würde die Entscheidung über Meisterschaft für mindestens eine Woche vertagen.

In den vergangenen Spielzeiten sah Halberstadt nicht immer gut aus gegen die Thüringer, vor einem Jahr ging der VfB mit 1:5 an der Saale unter. Das Hinspiel in dieser Saison entschied Halberstadt aber mit 1:0 für sich. So kommt insgesamt eine ausgeglichene Bilanz zustande: Bei neun Partien siegte jedes Team drei Mal, es gab drei Remis bei einem deutlichen 18:11-Torverhältnis für die Jenaer. In dieser Spielzeit, speziell am Sonntag, spricht jedoch einiges für die Gäste aus dem Vorharz. Jenas Drittliga-Reserve hat die letzten drei Heimspiele (Auerbach, Borea Dresden, Gotha) verloren. Der zehnte Tabellenplatz deutet zwar auf gesichertes Mittelfeld, das täuscht jedoch, denn Jena trennen lediglich vier Zähler vom ersten Abstiegsplatz. Den Fakt, dass die Thüringer eben noch nicht aller Abstiegssorgen entledigt sind, greift Germania-Trainer Petersen auf: "Dort musst du erst mal bestehen, wenngleich wir selbstverständlich so schnell wie möglich den Deckel drauf machen und den Aufstieg perfekt machen wollen."