Ohne acht Stammspieler hat der Blankenburger FV im Harzderby den Quedlinburger SV mit 3:2 Toren besiegt. Allerdings sahen die 64 zahlenden Zuschauer einen müden Sommerkick von beiden Mannschaften.

Blankenburg. Die Zuschauer sahen im Sportforum bei sommerlichen Temperaturen ein grausames Fußballspiel. Das Geschehen spielte sich meist zwischen den Strafräumen ab und Torchancen waren Mangelware.

Dabei begann die Partie recht unterhaltsam, denn in den ersten fünf Minuten waren die Gäste durch Philipp Brüser (1., 5.) zweimal dem Führungstreffer sehr nah. BFV-Keeper Christian Richter hat jedoch prächtig reagiert. Danach verflachte die Begegnung. Bei beiden Mannschaften war kein konstruktiver Spielaufbau zu sehen. Sie leisteten sich zahlreiche Fehlpässe. In dieser Phase fiel dann überraschend das 0:1, als Richter eine Flanke prallen ließ, und Brüser aus Nahdistanz zur Gäste-Führung einschoss. Die Antwort des BFV blieb aber nicht aus. Schon zwei Minuten später entschied der Schiri bei einem Abwehrversuch von Marcus Brenner auf Handspiel. Den fälligen Elfmeter verwandelte Toni Neumann zum 1:1.

Auch im zweiten Durchgang lief bei beiden Mannschaften nicht viel zusammen. Nach dem 2:1 durch Marcel Schröder schienen die Platzherren auf der Siegerstraße, doch die Gäste schafften durch Sven Färber erneut den Ausgleich. Wieder hatte Richter zuvor einen Ball nicht festhalten können. In der letzten halben Stunde wollten beide Mannschaften den Siegtreffer. Sie bemühten sich, doch nur die Blankenburger hatten Erfolg. Philipp Neudek sorgte aus Nahdistanz für das 3:2. Die letzten beiden Chancen hatten die Gäste, doch weder Brüser (86.) noch Grimmer (90.) konnten Richter überwinden. Der folgende Schlusspfiff war dann sowohl für die Zuschauer als auch für die Aktiven auf dem Rasen eine Erlösung.

Blankenburger FV: Richter - Schröder, Neumann, Wanka, Förster, Zobel, Kühnel, Leventyuez, Neudek, Bartl, Hinze (67. Rudolf);

Quedlinburger SV: Masur - Thomas, Brahmann, Wegert (46. Färber), Frye, Gabriel, Brenner, Grimmer, Brüser, Schönian, Kliemt (71. Heinemann);

Torfolge: 0:1 Philipp Brüser (33.), 1:1 Toni Neumann (Handstrafstoß, 35.), 2:1 Marcel Schröder (51.); 2:2 Sven Färber (60.), 3:2 Phlipp Neudek (84.); Schiedsrichter: Stefan Klaes (Bernburg); Zuschauer: 64.