Der VfB Germania Halberstadt jagd Rekorde und setzt eigene neue Bestmarken. Was sich bis zur Halbserie als spannender Dreikampf zwischen Auerbach, Bautzen und Halberstadt darstellte, entpuppt inzwischen als eine Art "One-man-show" .

Halberstadt. Lange Zeit kämpften drei Vereine um die Krone der Meisterschaft, aber seit dem 27. Spieltag zieht nur noch die Germania uneinholbar ganz vorne ihre Kreise. Dabei versetzt die Statistik den gemeinen Fußballfan in großes Erstaunen. Offensichtlich wollen die Vorharzer die Rekorde brechen, wenngleich die 80 Punkte vom Vorjahresmeister RB Leipzig nicht mehr zu toppen sind. Jedoch sprechen zwölf Spiele zu Null, acht Partien mit mindestens vier VfB-Treffern, 13 Begegnungen ohne Punktverlust nacheinander und 27 Spiele in Serie ungeschlagen eine eindeutige Sprache: Germania Halberstadt hat sich den Aufstieg in die Regionalliga absolut verdient.

Nun wollen die Jungs von Trainer Petersen auch noch die 400-er Marke knacken. Stadionsprecher Bernd Waldow eröffnete dem Publikum im Heimspiel gegen Erfurt II, dass die Mannschaft seit Oberligazugehörigkeit auf 398 Tore gekommen ist. Für das 400. Tor, das wahrscheinlich im nächsten Auswärtsspiel beim VfL Halle 1896 fällig ist, hat sich der Fanclub Harz für den entsprechenden Schützen etwas Besonderes ausgedacht. Nicht nur deswegen sollte sich für Germania-Fans eine Fahrt ins Hallesche Stadion am Zoo lohnen. Beste Karten für den Jubiläumstreffer haben die Toptorschützen des VfB. Mit Banser (acht Saisontore), Preuß (16) und Eggert (13) trafen am Sonntag alle einmal für Germania. Breitkopf hatte das zwischenzeitliche 3:0 markiert.

Torwart Sebastian Kischel freute sich über den erneuten Sieg: "Die Erfurter waren nicht schlecht besetzt, hatten fünf Akteure aus der Ersten dabei. Die besseren Ballpassagen gehörten anfangs auch den Thüringern, aber wir haben nichts zugelassen. Dass wir nebenbei neue Maßstäbe setzen, macht natürlich Spaß. Die Serie an ungeschlagenen Spielen haben wir bereits getoppt. Sollten wir auch noch die letzten zwei partien gewinnen, sind auch die 15 Siege nacheinander Rekord."

Rechtsverteidiger Marcus Bäcker unterstrich die richtige Einstellung seines Teams: "Wir haben wie vom Trainer gefordert die Zügel trotz des vorzeitigen Aufstiegs nicht schleifen lassen, sondern weiter gearbeitet. Dass wir so viele Spiele gewinnen, hätte vor der Saison keiner gedacht. Jetzt freuen wir uns schon auf die neue Liga."

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