Halberstadt (bkr). In der Arena in Leipzig wurden die Mitteldeutschen Meisterschaften im Judo der Altersklasse U14 ausgetragen. Mit ihren Platzierungen bei den Landesmeisterschaften Sachsen-Anhalts hatten sich mit Moritz Schlamm, Maximilian Meldau, Sarah Brandt, Svenja-Sophie Jäger und Paul Schulz fünf Judokas vom VfB Germania Halberstadt für das höchste Turnier in der Altersklasse qualifiziert.

Da außer Paul Schulz alle Sportler dem jüngsten Jahrgang dieser Altersklasse angehören, war die Erwartungshaltung bei VfB-Trainer Holger Henschel sehr gering. So musste dann zuerst Maximilian Meldau die physische Überlegenheit seiner Gegner anerkennen und schied nach zwei Niederlagen vorzeitig aus. Leichtgewichtlerin Sarah Brandt, mit fast vier Kilogramm Untergewicht in der untersten Gewichtsklasse startend, kämpfte aufopferungsvoll gegen die fast einen Kopf größere Gegnerschaft und erreichte bei ihrem ersten Start bei einer Mitteldeutschen Meisterschaft einen guten fünften Platz. Für sie war mit etwas mehr Übersicht und Cleverness eine bessere Platzierung möglich. Paul Schulz kämpfte sich ebenfalls bis zum Finaleinzug vor, musste sich dann aber in diesem Kampf dem Landesmeister Sachsens geschlagen geben. Im Kampf um die Bronzemedaille machte es Schulz dann aber noch mal spannend. Es gelang keinem der beiden Judokas, den anderen entscheidend zu werfen. Kurz vor Kampfende erzielte dann Schulz eine kleine Wertung, die er über die restliche Kampfzeit rettete und ihm letztendlich die Bronzemedaille brachte.

Für die große Überraschung im Halberstädter Team sorgte Svenja-Sophie Jäger. Sie zeigte die beste Leistung in ihrer noch jungen Judokariere. Völlig unbeeindruckt eilte sie von Sieg zu Sieg und erreichte völlig überraschend das Finale. Dort geriet sie sehr schnell mit einer mittleren Wertung in Rückstand, doch Jäger gab nicht auf. "Doch wie so oft, hatten die so genannten Unparteiischen ihren Einfluss auf den Kampfverlauf. Sie ignorierten gleich zwei Würfe der kleinen Halberstädterin, die somit das Nachsehen hatte", ärgerte sich Trainer Henschel über die Kampfrichter. Nach kurzer Enttäuschung überwog dann aber bei Jäger die Freude über den Gewinn der Silbermedaille. Halberstadts Judo-Cheftrainer Henschel bedankt sich bei den Eltern der Halberstädter Judokas, die erneut den kostenlosen Transport zum Wettkampfort übernahmen.