Die Rekordjagd des VfB Germania Halberstadt hat ein Ende. Nach 27 ungeschlagenen Begegnungen in Serie blieb der Vorharz-Verein an der Saale tor- und punktlos.

Halberstadt. Dass dieses Ende der bemerkenswerten Erfolgsbilanz kommen würde war so sicher wie das Amen in der Kirche, jedoch verwundert der Zeitpunkt doch. Noch nie hatte Halberstadt gegen den VfL Halle verloren.

Nun präsentierte sich der VfB Germania im Stadion am Zoo auch nicht außer Form, es fehlte allein an der Treffsicherheit. Die letzte Konsequenz im Abschluss, die die Halberstädter in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hatte, kam diesmal abhanden.

Erstmals in dieser Saison kam Torwart Alexis Lenhard zum Einsatz. Er zeigte über 90 Minuten eine gute Leistung, war beim Gegentreffer machtlos.

Andreas Petersen, der diesmal unterwegs war, um sich mögliche Neuzugänge anzusehen, wurde von Co-Trainer Enrico Gerlach vertreten. Dieser fasste nach Abpfiff zusammen: "Wir wollten auf jeden Fall gewinnen, so ist das nicht. Die Mannschaft hatte sich ja auch viele gute Torchancen herausgespielt. Es sollte wohl diesmal einfach nicht sein. Das Freistoßtor der Hallenser war schon sehenswert, der war gut getreten. Man darf außerdem nicht außer Acht lassen, dass es ja für die Hallenser noch um den Klassenerhalt geht, so haben sie auch gespielt, die haben sich ordentlich reingekniet. Nach Spielende war mein Team schon etwas geknickt, denn wir wollten unsere Sieges- und Ungeschlagenserie weiter ausbauen. Schade, dass es eben doch nicht geklappt hat. Das Positive: Wir sind schon seit einigen Tagen durch und aufgestiegen. Vor dem finalen Saisonspiel gegen Sachsen Leipzig bleiben wir positiv und optimistisch. Danach konzentrieren wir uns auf unsere neue Herausforderung - der Regionalliga."

Apropos Sachsen Leipzig: Die Partie am kommenden Sonntag ist für beide Seiten etwas Besonderes. Germania wird mit der "Meisterschale" des NOFV geehrt, deutlich weniger Anlass zur Freude haben die Messestädter. Nach dem historischen letzten Heimsieg der "Leutzscher" gegen Budissa Bautzen vor zwei Tagen bestreiten sie nun nach der Insolvenz ihr historisches letztes Auswärtsspiel. Nach dem Zuschaueransturm im Alfred-Kunze-Sportpark (2500 Besucher), darf auch am Sonntag im Friedensstadion mit einigen mitreisenden Gästefans gerechnet werden. "Die geilsten Fans der Welt" - wie sich die Anhänger gern selbst betiteln - hatten schon vor dem Abpfiff zwischenzeitlich den Innenraum betreten, nach Abpfiff dann das weite Rund gestürmt. Auf solche Szenarien von trauernden und wütenden Zuschauern möchte man in Halberstadt sicher gern verzichten.

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