Die Handballer vom HT 1861 Halberstadt haben ihr letztes Punktspiel verloren. In Thale unterlagen sie nach einer starken kämpferischen Leistung der SpG Thale/Westerhausen mit 24:27.

Halberstadt. Wie schon im Hinspiel in der "Völkerfreundschaft" herrschte auch am Sonnabend in der Thalenser Sporthalle eine tolle Stimmung, zu der auch die zahlreichen Fans aus Halberstadt mit beitrugen. Am Ende sollte es doch für die HT-Handballer nicht ganz reichen, denn die Spielgemeinschaft setzte sich nach intensiv geführten 60 Spielminuten knapp durch.

Das Spiel stand für die Halberstädter unter keinem gutem Stern, standen Trainer Jens Porsch doch nur neun Feldspieler und ein Torwart zur Verfügung. Oliver Quegwer stellte sich nach seiner langen Verletzungspause uneigennützig in den Dienst der Mannschaft und erzielte im Spiel vier Tore.

Beim Stand von 1:1 (3.) war für den HT die Welt noch in Ordnung. Doch 14 Minuten später führten die Thalenser mit 9:1. Die Halberstädter leisteten sich zu viel Fehlwürfe und technische Fehler, die der Gastgeber gnadenlos bestrafte. Auch eine frühe Auszeit von Porsch (10.) brachte keine Änderung. Erst mit der Einwechslung von Quegwer und dem Besinnen auf das eigene Können fanden die HT-Männer wieder ins Spiel. Durch Tore von Michael Häberer, Tim Tangermann, Christian Dörge und Oliver Quegwer verkürzten die Kreisstädter auf 11:5 (22.). Danach scheiterten Häberer und Dörge beim Kontern am gegnerischen Torhüter. Mit dem 13:10-Halbzeitstand war die Partie aus Sicht der Halberstädter dann aber wieder offen.

Dementsprechend motiviert kam die Mannschaft wieder aus der Kabine und auch die Fans forderten lautstark eine Leistungssteigerung. Nach dem 13:11 durch Quegwer nutzte Thale eine Zeitstrafe gegen Stober, um die Führung auszubauen. Doch Tangermann brachte den HT wieder heran (16:14). In der Folge gab es dann einige Entscheidungen der Schiedsrichter, auf deren Regelauslegungen man sich über die gesamte Spielzeit nicht einstellen konnte. Dadurch führte Thale nach 38 Minuten mit neun Toren Vorsprung. Tangermann, bis dahin wirkungsvollster Spieler der Halberstädter, erhielt dann seine dritte Zeitstrafe und verfolgte den Rest des Spiels von der Zuschauertribüne. Im Gefühl des sicheren Sieges wechselte der Gastgeber durch und glaubte, den Sieg sicher nach Hause zu schaukeln. Doch der HT mobilisierte die letzten Reserven und holte Tor um Tor auf, wobei Sven Walther den sechsten Siebenmeter parierte. Am Ende reichte aber die Zeit nicht mehr, um das Spiel noch zu drehen. So ging Thale als 27:24-Sieger vom Parkett. Letztendlich setzte sich die Mannschaft mit den größeren Kraftreserven und der geringsten Fehlerquote durch.

SpG Stahl Thale/Westerhausen: Floreck (1), Böttcher (8), Böckel (2), Weist (1), Mennecke (3), Matthias (5), Wittig, Slawig (4), Bartos, Kliem (2), Lüttge (1), Dunkel, Schalanda, Ilig;

HT 1861 Halberstadt: Walther, Dörge (7/1), Greiff (1), Häberer (3), Quegwer (4), Kahle, Kunkel, Schwendt (2), Stober (1),Tangermann (6);

Siebenmeter: Thale 9 (3), Halberstadt 3 (2), Zeitstrafen: Thale 7 (eine Rote Karte), Halberstadt 7 (1x Rot nach 3x2).