Halberstadt l Eine „Pflichtaufgabe“ hat der VfB Germania Halberstadt II morgen ab 13 Uhr im Friedensstadion mit dem Kreveser SV in der Landesliga Nord vor der Brust. Trotz der klaren Favoritenrolle sollte das Schlusslicht auf keinen Fall unterschätzt werden.Nach der Niederlage in Thale sieht es für die Germania-Reserve im Heimspiel gegen Krevese personell wieder besser aus. Auch die Torhüter-Frage ist nach dem unverhofften Ausflug von Coach Marcel Probst zwischen die Pfosten geklärt. Allerdings brach sich Tobias Wanka im Training die Mittelhand, der Abwehrmann wird somit bis zur Winterpause ausfallen. „Das endgültige Aufgebot entscheidet sich wie immer erst nach dem Abschlusstraining“, berichtet Marcel Probst, der bis auf Wanka alle Spieler aus dem eigenen Kader der Zweiten an Bord haben dürfte. „Auch wenn viele sagen, gegen den Tabellenletzten sollte es doch kein Problem sein, auch dieses Spiel müssen wir erstmal gewinnen. Es ist oft immer eines der schwersten Spiele, weil man die Mannschaft entsprechend einstellen und motivieren muss. Aber egal wie, Hauptsache wir gewinnen“, so die Devise von Trainer Probst. Gewarnt sind die Halberstädter aus der Vorsaison, als das Heimspiel gegen Krevese mit 1:2 verloren ging.

Das letzte von insgesamt zehn Harzderbys der Hinrunde steigt am Sonntag auf dem Wolfsberg in Westerhausen. Alle Mannschaften konnten schon mindestens ein Derby gewinnen – außer der FSV Grün-Weiß Ilsenburg. Beim starken Neuling SV Westerhausen wollen die Ilsestädter dies nachholen, dass es möglich ist, bewies das erste Aufeinandertreffen beider Teams im Landespokal. Bis zur 90. Minute führte der FSV Grün-Weiß mit 1:0, ehe die Westerhäuser ausglichen und in der Verlängerung noch mit 3:2 die Oberhand behielten. Der weitere Weg der Armes-Elf im Landespokal ist bekannt, für das Achtelfinale gab es mit dem Halleschen FC ein Hammerlos. Auch in der Liga läuft es für den Aufsteiger mit Tabellenplatz drei hervorragend, der FSV Ilsenburg lauert aber mit nur einem Punkt weniger auf Rang vier. „Dieses Derby wird noch einmal demonstrieren, dass der Fußball im Harz lebt. Beide Teams haben trotz der letzten Auswärtsniederlagen eine gute Hinrunde gespielt und können befreit aufspielen. Die Tagesform wird am Sonntag sicherlich entscheiden, wer den Platz als Sieger verlässt“, so Ilsenburgs Mannschaftsleiter Jürgen Schröder. Im Vergleich zur Vorwoche wird beim FSV Andy Hentschel (Arbeit) im Team zurück erwartet, dafür fehlt Niclas Bollmann nach seiner Roten Karte in Uchtspringe.

Eine schwere Hürde wartet auf den FC Einheit Wernigerode, der im Sportforum auf den SV Irxleben trifft. Nachdem die Hasse­röder durch eine gute kämpferische Leistung einen Punkt beim Spitzenreiter TSG Calbe entführen konnten, wartet mit den Irxlebern ein weiteres Spitzenteam der Landesliga Nord auf die Elf von Trainer Alexander Kopp. „Das Spiel wird wieder zu einem echten Gradmesser für uns. Die Gäste stehen auf Platz fünf der Tabelle mit Tuchfühlung nach oben. Deswegen werden sie auf keinen Fall die Punkte im Harz lassen wollen“, blickt Mannschaftsleiter Jens Strutz-Voigtländer voraus. „Für uns gilt es, den leichten Aufwärtstrend aus dem Calbe-Spiel zu bestätigen, vor allem unsere Offensive muss im Abschluss noch konsequenter werden“, ergänzt der Einheit-Betreuer. Christoph Braitmaier kehrt nach abgesessener Gelbsperre ins Team zurück, dafür fehlt Angreifer Marius Sturm. Keinerlei Hoffnung auf einen Einsatz gibt es bei Mateusz Rogacki, der Offensivspieler fällt noch bis zur Winterpause verletzt aus.