Sein erstes kleines Jubiläum hat der Manuel-Naruhn-Cup mit der fünften Auflage gefeiert. Vier Mannschaften beteiligten sich am ersten Januar-Wochenende am inzwischen traditionellen Handballturnier für den guten Zweck.

Haldensleben l Abgerundet wurde der sportliche Einstieg in das neue Jahr mit dem Traditionsspiel. Hier trafen dieses Mal das Oberliga-Aufsteigerteam von 2005, damals auch vom Namensgeber Manuel Naruhn trainiert, und die HSV "Allstars" aufeinander. Zum Abschluss der Veranstaltung zählten in erster Linie zwei Faktoren: Es kamen 1850,24 Euro für die vier Einrichtungen bzw. Initiativen zusammen und es stand der sportliche Wettstreit verbunden mit viel Spaß im Vordergrund.

Im Vorfeld hatte sich die Teilnehmerliste geändert: Sowohl Oberligist HV Rot-Weiß Staßfurt, als auch die Polizeiauswahl Sachsen-Anhalts mussten kurzfristig absagen. Dafür rückten kurzerhand der aktuelle Spitzenreiter der Sachsen-Anhalt-Liga, der SV Langenweddingen, und Verbandsligist SV Eiche Biederitz nach. "Wir danken beiden Teams, dass sie so unkompliziert reagiert haben", richtete Vereinspräsident Lutz Pfeiffer die Worte an diese Teams.

Eröffnet wurde der Turniertag mit der Begegnung Eiche Biederitz gegen den Gastgeber vom HSV. Die Ehlestädter, bei denen mit Karsten Wolff, Sören Große, Jakob Berger, Andreas Wichmann und Yves Steinweg knapp die Hälfte der anwesenden SV-Spieler schon für Haldensleben gespielt hat, waren "heiß" und zeigten, dass sie zu Recht zu den Top-Teams der Verbandsliga gehören. Mit 13:10 wurde der eine Klasse höher agierende HSV in die Schranken gewiesen. Für die Haldensleber war das bei dieser Veranstaltung kein ungewohntes Gefühl, präsentieren sie sich doch traditionell als guter Gastgeber: In keinem der bisherigen fünf Auflagen gab es den Turniersieg. Dennoch steigerte sich das Szubocz-Team, denn im Duell gegen den SVL setzte man sich deutlich mit 19:14 durch. Eine bessere Platzierung wurde wiederum verspielt, als die Gastgeber gegen die Handballfreunde aus Helmstedt in den Schlusssekunden ihre Führung verspielten (13:13). Immerhin stellte der HSV als Gesamtdritter den besten Angriff.

Die Spieler aus der Partnerstadt hatten zuvor beide Begegnungen verloren. Gegen Langenweddingen und Biederitz hieß es nach 25 Minuten jeweils 13:15, wobei die Helmstedter auch ein wenig Pech hatten. Kein anderes Team traf wohl so oft Latte oder Pfosten.

Biederitz zeigte wie schon gegen den HSV auch gegen Helmstedt-Büddenstedt guten Handball. Der Spielplan sah es passenderweise vor, dass es zum Endspiel gegen den SV Langenweddingen kam. Im Vergleich der Turnierdebütanten legten die Favoriten aus der Börde schnell den Grundstein, führten deutlich 4:0. Erst im Verlauf traute sich der SVE mehr zu, so dass es bisweilen sogar spannend wurde. Die Routiniers vom SVL ließen sich die Butter jedoch nicht mehr vom Brot nehmen und eroberten bei ihrer Premierenteilnahme den gläsernen Pokal. Zwar hatten beide Mannschaften 4:2 Punkte, im direkten Vergleich setzte sich Langenweddingen aber trotz eines negativen Torkontos durch. Matthias Schröder vom SVL lobte die Veranstaltung: "Wir werden unserer Vereinsführung eine Empfehlung für diese Veranstaltung aussprechen und wollen den Turniersieg 2015 natürlich gern wiederholen."

Auch das Traditionsspiel bot wie das Turnier zuvor kurzweiligen Handball. Lange führten die Aufsteiger von 2005, dann erkaufte sich Allstar-Trainer Stefan Cauer mit einer 50-Euro-Spende noch den 26:26-Ausgleich. Damit kamen insgesamt rund 2 000 Euro zusammen. "Den Löwenanteil davon bekommen die Begegnungsstätte Kids und Co. und der Förderverin der Nathusius-Schule", so der stellvertretende HSV-Vorsitzende Bodo Zeymer. Beide Einrichtungen hatten mit ihrer Organisation der Tombola sowie dem Getränke- und Speiseverkauf großen Anteil am Gelingen. Weiterhin werden der Verein "Lebensraum am Fluss"sowie die Initiative "Der Haldensleber Weg" begünstigt.

Stellvertretend für den Veranstalter HSV zog Mit-Organisator Martin Kühnel das Fazit: "Es freut uns, dass so viele Interessierte den Weg in die Halle gefunden haben. So wurde es ein großer finanzieller Erfolg für die Begünstigten. Sportlich ist auch niemand zu kurz gekommen."

   

Bilder