Die Handballfrauen des HSV Haldensleben haben sich in der Mitteldeutschen Oberliga mit 37:22 (20:11) gegen den Bundesligaabsteiger HC Sachsen Neustadt-Sebnitz durchgesetzt. Erfolgreichste Torschützin bei den Gastgebern war Justine Schmitz mit elf Treffern.

Haldensleben l Mit einer Hiobsbotschaft ging das Team von Trainerin Dr. Marita Daum in die Partie. Lisa Hoffmann zog sich im Abschlusstraining eine schwere Bänderverletzung zu und fällt für die nächste Zeit aus. "Dennoch wollen wir unseren vierten Tabellenplatz mit einer engagierten Leistung verteidigen", sagte die Trainerin vor der Begegnung. Das gelang der Mannschaft auch, sie ging hochkonzentriert in die Begegnung.

Das 1:0 sollte die einzige Führung für die Gäste bleiben, denn nach acht Minuten hatten die HSV-Frauen einen 4:1-Vorsprung herausgespielt. Die Sachsen hielten besonders durch Scoczyncka und Kolewa dagegen und blieben über 4:6(10.) und 7:10 (18.) dran. Joelina Kortz brillierte an diesem Tag mit ihren "Einläufer"-Qualitäten, schaffte so Lücken für ihre Mitspielerinnen und vollendete selbst viermal erfolgreich. Die erste Hälfte beendete Justine Schmitz mit einem spektakulären Fernwurf Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zum unerwartet deutlichen 20:11 für den HSV. Die ansonsten grandios haltende Gästetorhüterin ließ diesen Wurf von der Mittellinie völlig überrascht passieren. Ein seltener Anblick im Frauenhandball. Ausdruck für die hohe Konzentration und Spielqualität: bis zur Halbzeit war kein einziger Fehler der Haldensleberinnen im Protokoll zu notieren.

Das war dann anfangs der zweiten Halbzeit anders; Zuspielfehler und ausgelassene Chancen ließen den HC Sachsen auf 17:23 herankommen. Die nun angeordnete Press- deckung gegen Conny Bergmann und Justine Schmitz brachten den Gästen aber nichts ein. Der HSV Haldensleben zog das Tempo wieder an und führte eine Viertelstunde vor dem Ende 27:17. Der Rest war pure Spielfreude und gelungene Aktionen gegen die teilweise ratlosen und vom Tempohandball sichtlich erschöpften Gäste aus Neustadt Sebnitz wurden vom Publikum honoriert. Den Schlusspunkt setzte Samanta Umbusch, die mit einer Verletzung am Mittelfinger ins Spiel gegangen war, mit einem erfolgreichen Konter zum 37:22-Endstand.

"Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben diesmal bis zum Ende konsequent durchgespielt und den Fans guten Handball gezeigt", lobte Trainerin Daum. "Unsere intensive Trainingsvorbereitung hat sich ausgezahlt", resümierte sie.

Die aufmerksam agierenden Schiedsrichter Mischinger und Näther zogen von Beginn an konsequent ihre Linie durch.

Schon am kommenden Wochenende folgt das nächste Spitzenspiel "Vierter gegen Zweiter" in der Ohrelandhalle - der HSV Haldensleben empfängt dann den Aufstiegsaspiranten HV Marienberg.

HSV Haldensleben: Schache, Schäfer - Carolin Beck (4), Linda Umbusch (2), Samanta Umbusch (5/2), Kortz (4), Schmitz (11/2), Christin Beck (1), Romy Stutz (2), Martinez Cabrera, Reißberg (3), Anne Stutz (4), Bergmann (1).

Siebenmeter: HSV 8/4, HC Sachsen 1/1; Zeitstrafen: HSV 2, HC Sachsen 3.

Spielfilm: 3:1, 5:2, 9/5, 12:7, 15:10, 20:11 - 22:14, 24:17, 28:19, 32:20, 37:22.