Am morgigen Sonnabend schlägt für Norman Plischke vom Haldensleber Sportclub die wohl bisher größte und wichtigste Stunde seiner Laufbahn als Speerwerfer.

Haldensleben l Um 14.30 Uhr wird der Haldensleber Gymnasiast in Sindelfingen seinen Wettkampf bei den Deutschen Meisterschaften bestreiten. In der Altersklasse U 18 wird der 16-Jährige mit 19 weiteren Mitkonkurrenten um Medaillen und Platzierungen kämpfen. Ihm zur Seite steht sein langjähriger Trainer Thomas Döde. Er begleitet Norman seit fast 10 Jahren. Da gab es in der Vergangenheit schon einige beachtliche Resultate. So gewann Norman im Blockmehrkampf vor zwei Jahren Bronze bei den Deutschen Meisterschaften. Im Vorjahr überraschte der nunmehr 1,95m große Riese die Konkurrenz bei den Jugendmeisterschaften in Rostock, als er als Jüngster im Speerwurf der höheren Altersklasse Rang acht belegen konnte. Meistertitel gab es bei Mitteldeutschen Meisterschaften, zuletzt auch beim Winterwurf.

Nun jedoch wartet auf den in den Bundeskader berufenen Norman eine ganz neue und überaus reizvolle Aufgabe. Ganz in der Nähe des Sindelfinger Glaspalastes wird es auf den Wurfanlagen hoch her gehen. Norman Plischke ist da schon kein Außenseiter mehr. Aber die Konkurrenz ist groß und gerade beim Speerwurf kann einem Athleten schon einmal ein toller Wurf herausrutschen. Von Rang sechs bis hin zu einer Medaille scheint für den Haldensleber so alles möglich. Daumendrücken für ein prima Abschneiden ist angesagt für Norman Plischke und seinen Trainer Thomas Döde. Das mehr als 600 km entfernte Sindelfingen ist für den Haldensleber SC wohl aber ein gutes Pflaster. Hier gewann im Jahr 2000 Eileen Müller über 400m die erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften für den Haldensleber SC. Dem Bronze folgte dann noch einiges Edelmetall. Vielleicht ein gutes Omen!