Gegen die SG HV Chemnitz müssen die ersatzgeschwächten Oberliga-Handballerinnen des TSV Niederndodeleben eine 23:28 (8:13)-Heimniederlage einstecken.

Niederndodeleben l TSV-Trainer Michael Funke musste gegen die Sachsen mit Anja Schröder, Veronika Bange und Karleen Hartmann (nur bei Strafwürfen eingesetzt) auf die Nummern Eins, Drei und Vier der internen Torschützenliste verzichten. Mehr zu tragen kam jedoch, dass mit diesen Ausfällen die etatmäßige Rückraumreihe nicht zur Verfügung stand. Lediglich Routinier Jasmin Maue und Alina Wollborn, die auf dieser Position zu Hause sind, liefen auf, hinzu unterstützte Jana Haegebarth hier aus der Landesliga-Mannschaft.

Beide Mannschaften gingen nervös in die Begegnung, so fand der Ball erstmals in der fünften Spielminute den Weg ins Tor. Beim 3:3 (11.) nahm Gästetrainer Thomas Sandner bereits seine Auszeit, die jedoch nichts brachte. Bis zum 8:8 (20.) ging es weiter im Gleichschritt. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit standen die TSV-Frauen etwas neben sich, Beginnend mit einem Pfostentreffer leistete sich die Heimsieben nun einige Fehlwürfe oder Fehlabspiele sowie vergaben zweimal von der Strafwurflinie. Die Gäste nutzten diese Nachlässigkeiten zum 8:13-Halbzeitstand.

Der zweite Durchgang starte vielversprechend. Gleich im ersten Angriff parierte Vanessa Sichmund im TSV-Tor zwei gute Gästewürfe, überhaupt hielt sie mit etlichen Paraden ihre Mannschaft im Spiel. Die TSV-Frauen brannten förmlich und drängten über das 12:15 (39.) zum Ausgleich, der mit dem Treffer zum 17:17 (44.) auch gelang. Die Heimsieben zeigte eine überragende kämpferische Leistung, machte so die Ausfälle vergessen. Über das 19:19 (51.) und 21:21 (53.) durch die überragende Jasmin Maue wurden die Gäste unter Druck gesetzt. Das Spiel stand auf Messers Schneide. Nur eins wollte nicht gelingen, der Treffer zur überfälligen TSV- Führung. Anders die Gäste, die einen Strafwurf und zwei Ballverluste der Heimsieben zur 21:24-Führung (55.) nutzten und damit die Spielentscheidung erzwangen. Bei den TSV-Frauen war die Luft nun raus, so dass die Gäste bis zum Abpfiff durch einfache Tore zum 23:28-Endstand erhöhten.

Die TSV-Frauen mussten damit eine Heimniederlage einstecken, bleiben aber auf dem dritten Tabellenplatz. Gegen die engagierten Chemnitzerinnen zeigten die Dodeleberinnen trotz der Ausfälle eine starke Leistung. Knackpunkt in der Begegnung war letztlich der nicht fallen wollende Treffer zur Führung für die Heimsieben in der Schlussphase. So jubelten die Gäste am Ende und entführten zwei Punkte verdient aus der Wartberghalle.

TSV Niederndodeleben: Vanessa Sichmund -Jasmin Maue (7), Ina Bruckbauer (1), Anika Wilke, Tina Matthei (2), Daniela Schottstedt 1), Karleen Hartmann (4/4), Sabrina Thomas (1), Alina Wollborn (4), Josephin Klöppel (3), Jana Haegebarth

Chemnitz: Sabrina König, Stephanie Wähner - Anja Noack (2), Tina Hofmann (1), Anja Rosiak (1), Kathrin Lucka (3), Sandra Schumann (2), Kerstin Streit (5), Claudia Breßler (3/3), Catrin Grützmann (4), Juliane Schuldes (7)

Strafwürfe: TSV 6/4, Chemnitz 3/3. Zeitstrafen: TSV 1, Chemnitz 2. Schiedsrichter: Sebastian Meisel/Marcus Schwertz (Eisenach)