Wolmirstedt (rla) l Gegen die Spitzenmannschaften der 1. Handball-Nordliga gibt es in dieser Saison für den SV Kali Wolmirstedt nichts zu gewinnen. Auch beim Tabellenzweiten BSV 93 MagdeburgIII hingen für die Ohrestädter die Trauben zu hoch, wie die 29:37 (15:20)-Niederlage zeigt.

Lediglich in den Anfangsminuten gelang es, die Partie offen zu halten. Drei klug herausgespielte Kreistore, einmal mehr zeigte sich Drosowski als sicherer Torschütze, brachten zuerst die 2:0-Führung für Kali und kurz danach den 4:3-Anschlusstreffer. Anstatt jedoch ruhig und überlegt weiter zu spielen, riss ohne ersichtlichen Grund der Spielfaden. Die leichtfüßigen und spielstarken Gastgeber zogen im Tempo an. Vor allem profitierten sie von den vielen Fehlwürfen auf Wolmirstedter Seite. Nach fünf Kontertoren lagen die Magdeburger Mitte der Halbzeit 10:5 vorn. Diesem Vorsprung lief Kali in der Folge hinterher. Zwar war Wolmirstedt nach Heimesath-Treffern beim 14:12 (24.) noch einmal dran, aber richtig in Bedrängnis kam der BSV nicht. Als es eng zu werden drohte, legte er im Tempo zu. Mit diesem Tempo hatte die Kunert-Sieben ihre liebe Not, so dass die Olvenstedter den Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff wieder auf fünf Treffer ausbauten - 20:15.

Danach war das Spiel so gut wie entschieden. Kali mühte sich um den Anschluss, mehr aber auch nicht. Dazu wurden zu viele Tormöglichkeiten liegen gelassen. Hinzu kommen überhastete und unvorbereitete Würfe. Zum Glück hängen in der BSV-Halle die Lampen hoch genug, denn sonst hätten wohl einige daran glauben müssen. So geht es nicht!

Ohne wirklich gefordert zu werden, spulten die Magdeburger ihr Programm ab und zogen immer weiter davon. Vor allem gegen die selbst verursachten Konter war kein Kraut gewachsen. Beim 23:33 (50.) betrug der Rückstand erstmals zehn Tore. Zum Glück besann sich Kali zum Schluss aufs Kämpfen und hielt die Niederlage noch in Grenzen. An der schwachen und disziplinlosen Leistung gibt es jedoch nichts zu beschönigen.

SV Kali Wolmirstedt: Kretschmann, Lippoldt - Heimesath (13), Drosowski (4), Zachau, Paul, Kunert (4/3), M. Beymann (3), Lühr (3), Laaser, Lange

Spielfilm: 0:2, 2:2, 4:3, 6:4, 10:5, 13:11, 14:12, 17:14, 20:15 - 22:16, 26:17, 28:22, 33:23, 35:24, 37:29