Zum ersten Mal im Jahr 2014 ist die internationale Armwrestling-Elite wieder an den Wettkampftisch gegangen. Am Wochenende kämpften die besten Armringer des Kontinents in der italienische Stadt Brescia beim International Supermatch de Italia um Medaillen.

Bebertal l Bei der neunten Auflage dieses Turniers kämpfte zum ersten Mal auch ein Sportler aus Sachsen-Anhalt.

In der Kategorie bis 75kg ging Matthias Schlitte an den Start. Trotz einer holprigen Vorbereitung startete Schlitte gut ins Turnier und besiegte sowohl den mehrfachen französischen Champion Josef Lovei als auch den italienischen Champion Placido Giocio. Jedoch benötigte der Bebertaler für die zwei Siege, bedingt durch Fouls, einen Protest und Neustarts, fünf Anläufe. Die langen Gefechte hatten allerdings die gesamte Energie des Deutschen gekostet, so dass Schlitte gegen die späteren Finalisten Antonio Grimaldi und Ivan Virlan nicht mehr viel Gegenwehr leisten konnte. Am Ende landete Schlitte auf Platz sieben von 26 Startern.

"Die Auslosung war wirklich brutal. Gegen Lovei musste ich insgesamt dreimal in kürzester Zeit an den Start gehen. Danach noch das Hammer-Duell gegen Giocio hat mir schlussendlich den Rest gegeben", so ein erschöpfter Schlitte, der sich durchaus mehr versprochen hatte.

"Mit den Kämpfen bin ich ganz zufrieden, doch ein siebenter Platz ist für mich als Vizeweltmeister natürlich ein kleiner Rückschlag, obwohl meine Gegner gut sechs Kilogramm Körpergewicht mehr als ich auf die Waage brachten", sagte Schlitte, der in diesem Monat sein zehnjähriges Jubiläum in diesem Sport feierte. Der Bebertaler wird nach einer Ruhepause wieder ins Training einsteigen. Gemeinsam mit Trainer Olaf Köppen bereitet sich Schlitte dann auf die Deutsche Meisterschaft am 5. April 2014 in Frankfurt (Oder) vor. Hier wird Matthias Schlitte voraussichtlich wieder in seiner angestammten Klasse bis 70kg Körpergewicht an den Start gehen.

"Die Auslosung war brutal. Gegen Lovei musste ich dreimal in kürzester Zeit an den Start. Das Duell gegen Giocio hat mir den Rest gegeben."

Matthias Schlitte nach seinem siebenten Platz