Dem FSV Barleben 1911, Spitzenreiter der Fußball-Landesliga, Staffel Nord, ist im Duell Erster gegen Zweiter gegen den Burger BC 08 nur ein Teilerfolg gelungen. Nach 90 Minuten steht ein torloses Unentschieden für die Mannschaft um Trainer Stephan Grabinski zu Buche.

Barleben l Der FSV behält trotz des Remis mit nun 37 Punkten bei 15 absolvierten Spieltagen sechs Zähler Vorsprung auf den ärgsten Kontrahenten Burg, der 31 Punkte gesammelt, aber bereits 17 Spieltage absolviert hat.

208 Zuschauer hatten sich im Stadion am Anger eingefunden. Sie wurden Zeuge eines 0:0 der besseren Sorte. Die Partie wurde auf Kunstrasen ausgetragen.

Nachdem sich die Gäste nach einer Viertelstunde an die Gegebenheiten gewöhnt hatten, begegneten sich beide Kantrahenten auf absoluter Augenhöhe. Martin Krüger, diesmal als rechter Außenverteidiger aufgeboten, untermauerte mit einem Schuss aus der zweiten Reihe erstmals die Burger Absichten (20.). Wiederum 20 Minuten später verbuchte Linksaußen Alexander Dlusinski die wohl beste Gelegenheit des Tages, als er auf FSV-Keeper Alexis Lenhard zulaufend, im letzten Moment gestört wurde. Der versuchte Lupfer landete über dem Ziel (40.).

Derweil sorgte auf der Gegenseite wie erwartet Denny Piele für Aufregung im Strafraum. Der torhungrige Angreifer der Barleber verzog erst aus der Drehung (16.), scheiterte dann nur an einer erstklassigen Parade von BBC-Keeper Sascha Krüger (33.). Wenngleich sich beide Mannschaften schwer taten, die Lücke im gegnerischen Abwehrverbund zu finden, ließen die guten Gelegenheiten und das technisch anspruchsvolle Spiel beider Teams für die zweite Hälfte hoffen.

Doch Treffer wollten auch nach dem Seitenwechsel nicht fallen. Erst wurde Franz Zimmer von Alexis Lenhard gestoppt (55.) und als dieser sich verschätzte, köpfte Philipp Baumgartl neben das Gehäuse (84.). Die Gastgeber hielten mit Piele (51.) und Maik Koschwitz (81.) dagegen und so ging die Punkteteilung ohne Frage in Ordnung.

Für Hartmut Müller, Trainer des Burger BC, war der Auftritt seiner Mannschaft durchaus erfreulich. "Taktische Umsetzung, Laufbereitschaft, Konzentration - es hat vieles gepasst. Darüber haben wir dem Favoriten einen harten Kampf geboten. Man hat gemerkt, dass beide Mannschaften zu Recht an der Spitze stehen."

Der FSV Barleben selbst hatte sich gewiss mehr versprochen, muss nun mit dem Unentschieden leben. Trainer Stephan Grabinski war insbesondere vom Auftritt seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit enttäuscht. "Da haben wir deutlich zu wenig investiert und auch zu wenig Biss gezeigt, diese Partie gewinnen zu wollen. Ein Spitzenspiel war das nicht, was sich beide Mannschaften geliefert haben. Wir haben die Chance verpasst, uns weiter abzusetzen. Daraus werden wir unsere Lehren ziehen."

FSV Barleben 1911: Lenhard - Kühnast (62. Matthias), Chr. Madaus, Kreibich, Probst, Schönberg, Heckeroth, Weiß, Ca. Madaus, Koschwitz, Piele

Burger BC 08: S. Krüger - Behr, Benkel, Siemke, M. Krüger, Zimmer, Baumgartl, Dlusinski (46. Schulz), Herms, B. Schäfer (90. H. Schäfer), Teege (75. Peseke)

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Marco Uhlmann - Luis Schneider/Daniel Feist. Zuschauer: 208