Haldensleben (kkl) l Eine desolate zweite Halbzeit beschert dem HSV Haldensleben beim Tabellenführer der Mitteldeutschen Frauenhandball-Ober- liga, SC Markranstädt, eine 24:45 (16:20)-Klatsche.

Die Rosen für die Spielerinnen anlässlich des Internationalen Frauentages blieben das einzige Geschenk in dem mit 250 Zuschauern voll besetzten Sportzentrum in Markranstädt.

Vivien Walzel - Regisseurin des Gastgebers, aber in dieser Saison verletzungsbedingt nicht mehr einsatzfähig - hatte vor dem Anpfiff im sportfreundschaftlichen Gespräch verraten, dass sie sauer war über das zurückliegende Spiel gegen den Mitkonkurrenten Marienberg. Mit Nachdruck hatte sie von ihrer Mannschaft bedingungslosen Kampf in den verbleibenden Begegnungen eingefordert. Das setzten die Markranstädterinnen zumindest in der zweiten Hälfte auch konsequent um.

Zunächt aber zeigte die taktische Einstellung von Trainerin Dr. Daum Erfolg. Zwei Tore von Samanta Umbusch und ein mit einem von Christin Beck erfolgreich abgeschlossenen Konter brachten die 3:2-Führung für Haldensleben. Beide Mannschaften schlossen ihre Angriffe danach erfolgreich ab und glichen den Eintorevorsprung jeweils bis zum Stand von 13:13 (24.) aus. 90 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hatte Anne Stutz mit einem verdeckten Hüftwurf das 16:17 erzielt. Zuspielfehler und Abpraller nutzten die Gastgeber mit schnellem Konterspiel zum vorentscheidenden 20:16-Halbzeitstand.

Der Viertorevorsprung hatte die Markranstädterinnen aufgebaut und führte auf der anderen Seite zum Einbruch des HSV unmittelbar nach dem Wiederanpfiff; die Kontermaschine der Gastgeber rollte und brachte unter dem Jubel der Zuschauer das 24:16 bereits in der 35. Minute. Dem Gastgeber gelang nun alles, dem Gast nichts mehr. Über die Stationen 36:23 (36.) und 44:23 (57.) unterstrich das Team von Co-Trainer Vincens seine Anwartschaft zum Aufstieg in die 3. Liga.

HSV Haldensleben: Schache, Schäfer, Schick - Ca. Beck (3), L. Umbusch (1), S. Umbusch (2), Kortz (1), Schmitz (8/4), Ch. Beck (2), Martinez Cabrera, Reißberg (1), Hoffmann (2/1), A Stutz (4)

Strafwürfe: Markranstädt 5/5, Haldensleben 7/5. Zeitstrafen: Markranstädt 1, Haldensleben 1. Spielfilm: 2:3, 6:6, 9:9,1 5:14, 20:16 - 24:16, 28:19, 35:23, 45:24. Schiedsrichter: Rudolph/Scholz