Eine verdiente 36:37 (17:18)-Heimniederlage haben die Mitteldeutschen Oberliga-Handballerinnen des TSV Niederndodeleben am 20. Spieltag gegen den Thüringer HC II eingesteckt.

Niederndodeleben l Eigentlich waren alle Vorzeichen positiv gestellt: Das Hinspiel wurde deutlich für sich entschieden (30:39). Die Mannschaft hatte unter der Woche gut trainiert. Zum Spiel fehlte bis auf die Langzeitverletzten nur Sabrina Thomas, die Gäste reisten hingegen lediglich mit nur acht Spielerinnen an.

Vielleicht hatten die TSV-Frauen den Sieg in dieser Begegnung gedanklich schon vorher in die Tasche gesteckt. Dies lässt vor allem die indiskutable Abwehrleistung vermuten. Die Gäste zogen ihr Spiel auf, spielten ihre Angriffe lange aus. Mit der Folge, dass die Thüringerinnen immer wieder zum Torerfolg kamen. Dabei trugen sich alle Gästespielerinnen sogar mehrfach in die Torschützenliste ein. Mit Abpfiff waren es ganze 37 Gegentore. In der bisherigen Saison kassierten die TSV-Frauen in der heimischen Wartberghalle im Schnitt knapp über 25 Gegentore, in der Spitze (bei den Niederlagen gegen Markranstädt und Chemnitz) 28 Gegentore.

Zumindest in der Offensive hielten die Dodeleberinnen mit, so bewegte sich die Begegnung mit wechselnden Führungen über die Zwischenstände 4:5, 10:9 und 16:16 zum 17:18-Pausenstand.

Die Phase nach dem Wiederanpfiff verschliefen die TSV-Frauen komplett. In der 38. Spielminute stand beim 20:26 so folgerichtig ein Sechs-Tore-Rückstand. Diesem Rückstand liefen die Dodeleberinnen nun hinterher, wobei es nicht gelang, zu verkürzen (53./30:36). Gegen die am Limit spielenden Gäste stellte die Heimsieben nun auf eine offensive Deckung um. Der damit nun erwachende Kampfgeist der TSV-Frauen, die jetzt endlich in der Abwehr richtig zufassten, ließ die Dodeleberinnen den Rückstand Tor um Tor verkürzen. Die Spielzeit reichte nicht mehr, um wenigsten noch den Ausgleich zu erzielen, so dass die Heimsieben knapp 36:37 das Nachsehen hatte und mit leeren Händen dastand. Gratula-tion an die Gäste, die für sich das Optimum rausholen und zwei Punkte mit auf die Heimreise nehmen konnten. Für die TSV-Frauen stand die Gewissheit, dass mit halber Kraft in dieser Liga nichts zu holen ist.

Für Dodeleberinnen ist diese nicht eingeplante Niederlage ärgerlich, jedoch noch kein Beinbruch. Wichtig ist in den letzten drei Saisonspielen, den angestrebten dritten Tabellenplatz zu verteidigen. Dazu besteht bereits am kommenden Sonntag die beste Gelegenheit, dann stellt sich mit dem HCS Neustadt/Sebnitz der derzeitige Tabellenvierte in der Wartberghalle Niederndodeleben vor.

Niederndodeleben: Vanessa Sichmund - Anja Schröder (12/8), Jasmin Maue (4), Vanessa Tornow, Ina Bruckbauer (1), Veronika Bange (6), Anika Wilke (2), Tina Matthei (4), Daniela Schottstedt, Alina Wollborn (3), Josephin Klöppel (6)

Erfurt: Martina Zdeb - Ronja Schwalbe (4), Larissa Platen (4), Josephin Keßler (5), Linda Bach (2), Franziska Fuhrmann (6), Katharina Mack (4), Marieke Blase (12/3).

Strafwürfe: TSV 8/8, Erfurt 5/3. Zeitstrafen: TSV 4, Erfurt 2. Schiedsrichter: Thomas Perll/Torsten Ermentraut (Thale/ Bernburg).