In der Mitteldeutschen Oberliga der Handballfrauen feierte der HSV Haldensleben am Sonntag in Seehausen einen klaren 44:31-Erfolg. Damit bleibt der Medaillenrang drei weiter im Blickfeld.

Seehausen l Die Gäste, ein ausgesprochen junges, dynamisches Team, hielt sich nicht lange bei der Vorrede auf, sondern warf in den ersten zwei Minuten gleich eine Dreitore-Führung heraus. Zweimal war Verena Martinez Cabrera erfolgreich, die mit sieben Treffern zur besten HSV-Werferin an diesem Tag avancierte.

Für den ersten Treffer der Seehäuserinnen sorgte Franziska Bäse. Danach lagen die Gäste aus dem Landkreis Börde zwar erst einmal weiter vorn, doch die Altmärkerinnen, bei denen Torhüterin Nicole Gutsche verletzt zusah, besaßen beim 4:6 (Bianca Braune) und 5:7 (Lea Dechnik) immer noch Blickkontakt. Beide Mannschaften spielten ein geradezu höllisches Tempo. Der erwähnte Blickkontakt riss jedoch nach dem 8:11 (Siebenmeter Johanna Willing) ab. Beim Stande von 8:14 nahm SG-Trainerin Anja Wacholz die erste Auszeit.

Doch die stoppte den Trend nicht. Die Gäste enteilten bis zur Pause auf 22:11. Die Haldensleberinnen machten Power über 60 Minuten, erwiesen sich als wahre Angriffsmaschine, hatten aber mit Anna Schäfer auch eine zwar nicht sehr große, jedoch sehr gute Torhüterin zwischen den Pfosten.

Allerdings waren sie besonders in der zweiten Hälfte nicht gerade zimperlich in der Wahl ihrer Mittel bei der Abwehr. In diesen 30 Spielminuten gab es fünf Zeitstrafen für die Gäste und ein "glattes" Rot für Cabrera, das für den HSV-Anhang allerdings unverständlich war.

Seehausen: L. Willing, Gebauer - Bäse 6, Braune 4, J, Willing 7, Fischer 6, Kracheel 3, Milchert 1, Dechnik 2, Schwander 1, Rozynek, Düsing 1.

HSV: Schäfer, Schache, Schick; Ca. Beck 2, L. Umbusch 3, S. Umbusch 5/1, Kortz 2, Schmitz 1, Ch. Beck 4, Martinez Cabrera 7, Reißberg 5, Hoffmann 5/1, Stutz 6, Bergmann 4/1.

7m: HSV: 6/3, Seehausen 6/4, Zeitstrafen: HSV: 6, Seehausen: 4, Rote Karte: Martinez Cabrera (48.)

Spielfilm: 1:3, 4:7, 8:12, 9:19, 11:22; 15:29, 24:35, 28:41, 31:44.

Schiedsrichter: Hanke Lindig