Zumindest einen Teilerfolg im Kampf um den Klassenerhalt der 3. Bundesliga haben Haldenslebens Handballfrauen beim 25:25 (15:16) gegen die SG Knetterheide/Schötmar gelandet. Dem HSV fehlte auswärts nur eine Kleinigkeit zum möglichen Sieg.

Haldensleben. Punkt gewonnen oder doch verloren? Diese Frage stellte sich Haldensleben Trainer Stefan Cauer auch noch einen Tag nach dem 25:25-Unentschieden im Abstiegsknaller bei der SG Knetterheide/Schöttmar.

"Wenn man acht Minuten vor Schluss 23:20 führt, kann man sicherlich von einem Punktverlust sprechen. Wenn man aber eine Minute vor Abpfiff 24:25 hinten liegt und dann doch noch unentschieden spielt, kann man wiederum von einem Punktgewinn sprechen", äußerte sich der engagierte HSV-Trainer.

Dass dieses Unentschieden als leistungsgerecht zu bewerten ist, zeigt ein Blick auf die im Spielverlauf stets knappen Spielstände. Die Heimsieben von SG-Trainer Axel Carls startete mit einer 2:0-Führung. Diese hielt aber nur bis zum 5:5 in der 11. Minute. Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Rolandstädterinnen, angeführt von der überragenden Carolin Beck (acht Tore bei neun Versuchen), das Kommando. Über die Spielstände 7:6, 10:9, 13:12 und 15:13 bis hin zum 16:15-Halbzeitstand lag der HSV in dieser gutklassigen Partie in Führung.

In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild. Der HSV Haldensleben lag immer knapp in Führung, schüttelte aber die Heimsieben um die starke Katrin Hill (13 Treffer) nie richtig ab. In dieser Phase (35. bis 48. Minute) versagten auf beiden Seiten öfter die Nerven, was sicherlich der immensen Bedeutung der Partie zuzuordnen sein dürfte.

Der HSV fand als Erster wieder zu einer vernünftigen Spielanlage. Diesmal übernahm Anne Stutz Verantwortung. Mit zwei tollen Hüftwürfen erzielte sie die erste Drei-Toreführung der Partie (23:20 in der 52. Minute). Doch die Heimsieben kämpfte sich zurück und eine Minute vor Ultimo drohte die Partie vollends zu kippen. In einem Kraftakt glich die SG aus und ging sogar mit 25:24 in Führung – dem HSV drohte der Spielverlust. Diesmal ließ er sich jedoch nicht alle verdienten Punkte nehmen. Katrin Daul erzielte 30 Sekunden vor Schluss den Ausgleich und der letzte direkte Freiwurf der Heimsieben strich am Gehäuse der gut haltenden Josephine Klauß vorbei.

HSV Haldensleben: Klauß, Ethner – Carolin Beck (8), Seidel (2), Müller (4/2), Wesemeyer, Daul (3), Cauer, Christin Beck, Romy Stutz, Arens, Hoffmann (4), Nolde, Anne Stutz (4).

Siebenmeter: Knetterheide 7/5, Haldensleben 6/2. Zeitstrafen: Knetterheide 3, Haldensleben 5.

Tabellensituation

1. Blomberg II 15 430:334 28:2

8 Hildesheim 14 351:401 8:20

9. Knetterheide 14 326:386 8:20

10. Rohrsen 13 318:373 6:20

11. Nettelstedt 14 349:415 6:22

12. Haldensleben 15 372:398 6:24

13. TV Verl 15 331:402 5:25