Im Top-Spiel des 20. Spieltages in der Mitteldeutschen Oberliga finden die TSV-Frauen gegen Tabellennachbarn HCS Neustadt/Sebnitz in die Erfolgsspur zurück und holen mit einem deutlichen 34:26 (16:13)-Erfolg zwei wichtige Punkte für den Podestplatz.

Niederndodeleben l Eine richtungsweisende Begegnung stand für beide Mannschaften an. Für den Sieger wäre ein großer Schritt in Richtung Medaillenrang getan. Entsprechend motiviert starteten beide Teams in die Begegnung.

TSV-Trainer Michael Funke musste dabei auf Rechtsaußen Tina Matthei, die im Freitagtraining mit dem Fuß umknickte, und seine erkältete Spielermacherin Jasmin Maue verzichten. Dafür stand Karleen Hartmann für Kurzeinsätze wieder zur Verfügung, auch TSV-Urgestein Mandy Mainka schnürte noch einmal die Handballschuhe.

Den Torreigen eröffnete die auffälligste Gästespielerin Jenny Kolewa zum 0:1 (1. Spielminute). Die Heimsieben, die mit Daniela Schottstedt auf der Mitte begann, legte durch Ina Bruckbauer und Karleen Hartmann zum 2:1 (4.) vor. Wieder Jenny Kolewa glich per verwandelten Strafwurf noch einmal zum 2:2 aus. Von da an bestimmten die Dodeleberinnen die Begegnung.

Gegenüber der Vorwoche trat die Mannschaft wie ausgewechselt auf. Aggressiv in der Abwehr wurde dem Gegner der Schneid abgekauft. Die sich daraus ergebenen Gegenstöße wurden zu einfachen Toren genutzt. Ina Bruckbauer konnte bereits jetzt ihren dritten erfolgreichen Konter zum 7:4 (9.) einnetzen.

Die Gäste blieben auf Tuchfühlung, konnten durch zwei verwandelte Strafwürfe sowie nach toller Sichmund-Parade im Nachwurf zum 12:8 (20.) den Anschluss halten. Es folgte die schwächste Phase der Heimsieben, in der sich Fehlwürfe häuften. Josie Klöppel beendete die Durststrecke mit ihrem Treffer zum 14:10 (26.). In der verbleibenden Spielzeit des ersten Durchgangs leisteten sich die Dodeleberinnen noch zwei Pfostenwürfe, so dass mit der Pausensirene nur ein recht knapper 16:13-Vorsprung stand.

Funke-Team hält das Tempo hoch und setzt sich ab

Nach dem Seitenwechsel begannen die TSV-Frauen konzentriert und hielten das Tempo hoch. Vanessa Sichmund im TSV-Tor konnte gleich mehrere Würfe, darunter einen Strafwurf, parieren. So drückte die Heimsieben auf die Vorentscheidung, die mit dem Treffer von Veronika Bange zum 21:14 (35.) und der Sieben-Tore-Führung auch früh gefallen war.

Die TSV-Frauen spulten nun ihr Programm ab und hielten die Gäste auf Distanz. Heim-Trainer Michael Funke wechselte weiter durch. Die auffälligste Dodeleberin Ina Bruckbauer markierte den Treffer zum 30:22 (55.). Mit dem Abpfiff stand ein voller Erfolg, der mit 34:26 auf der Höhe nach dem Spielverlauf entsprach. Die TSV-Frauen festigen mit diesem Doppelpunkterfolg gegen einen direkten Konkurrenten ihren dritten Tabellenplatz, der ihnen, einen Erfolg am kommenden Spieltag gegen Altenburg vorausgesetzt, dann nicht mehr zu nehmen ist.

TSV: Vanessa Sichmund - Anja Schröder 3, Vanessa Tornow 1, Ina Bruckbauer 11, Veronika Bange 5, Anika Wilke, Daniela Schottstedt 1, Karleen Hartmann 5, Sabrina Thomas 2, Alina Wollborn 2, Mandy Mainka 1, Josephin Klöppel 3.

Neustadt/Sebnitz: Katarzyna Wiekiera - Martina Wiele 5, Sarah Martin 3, Maren Emmrich 5, Rebecca Cembranos Bruzon 3/2, Jenny Kolewa 8/1, Teresa Bein, Anne Naumann 2.

Strafwürfe: TSV 3/0, Neustadt/Sebnitz 6/3. Zeitstrafen: TSV 2, Neustadt/Sebnitz 3. Schiedsrichter: Stefan König / Tommy Pfefferkorn (TSV Eisenberg/Thüringen).