Haldensleben l Das zu Saisonbeginn gesteckte Ziel der ersten Frauenmannschaft in der Mitteldeutschen Oberliga im Mittelfeld mitzumischen, erfüllte der HSV Haldensleben mit dem 35:30 (20:15) gegen die zweite Vertretung des THC mit einem nicht erwarteten vierten Platz. Und das mit einer stark verjüngten Mannschaft, in der sechs Jugendspielerinnen an die höheren Anforderungen der Mitteldeutschen Oberliga herangeführt und in die Mannschaft integriert werden mussten.

Das Team hat sich den Tabellenplatz durch konsequentes und diszipliniertes Training unter Leitung von Coach Dr. Daum hart erarbeitet und sich im Wettkampf mit dieser guten Platzierung belohnt.

Das Spiel gegen die mit nur neun Spielerinnen angereisten Thüringerinnen schien nach der Tabellensituation klar zu sein, erforderte aber Konzentration und konstruktives Spiel, um die nie aufsteckenden Frauen aus Erfurt zu bezwingen.

Der THC II begann mit einer 1:0-Führung, die durch die wieder treffsichere Lisa Hoffmann ausgeglichen wurde. Drei Konter schlossen danach Justine Schmitz (Fernwurf), Christin Beck mit schönem Heber und - nach präzisem Steilpass von Torfrau Silke Schache - Carolin Beck zur 5:2-Führung für die Gastgeber ab. Die THC-Damen kamen allerdings in dieser Phase immer wieder durch Eins-Eins-Aktionen zu Toren und blieben mit 8:10 und 11:13 auf Tuchfühlung. In der Auszeit forderte Dr. Daum ihre Abwehr auf, aggressiver zu agieren, das zeigte Wirkung. Beim 18:13 durch ein Tor von Mona Reißberg aus dem Rückraum hatten sich die Haldensleberinnen einen Fünf-Tore-Vorsprung erarbeitet, den man mit 20:15 mit in die Halbzeitpause nahm.

Trotz eines Anfang der zweiten Hälfte von der Torfrau des THC gehaltenen 7m ließen sich die Gastgeberinnen nicht von ihrer spielerischen Linie abbringen. Zweimal Joelina Kortz, zwei verwandelte 7m von der an diesem Tag vom Punkt insgesamt sechsmal erfolgreichen Lisa Hoffmann und nach Zuspiel von Verena Martinez Cabrera ein von Anne Stutz sicher verwandelter Konter schraubten das Ergebnis auf 25:16 (37.). Dann stockte das Spiel der HSV-Damen, aus einer doppelten Überzahl (39.) konnte man kein Kapital schlagen. Der THC nutzte diese Phase und verkürzte auf 21:28. Trainerin Dr. Daum wechselte durch, auch die drei Torhüterin erhielten ihre Einsatzzeiten. Der Sieg war nicht mehr gefährdet, aber jedes Nachlassen in der Konzentration auf Haldensleber Seite nutzten die erfahrenen Thüringerinnen, um vom 33:24 (52.) auf 33:28 (58.) zu verkürzen. Die drei letzten Tore des HSV Haldensleben kanonierte Justine Schmitz aus dem Rückraum zum 35:30 ins Tor.

"Mein Team hat den Fans und Zuschauern im letzten Heimspiel noch einmal ihr gewachsenes Leistungsvermögen gezeigt und verdient gewonnen. Über den vierten Tabellenplatz freuen wir uns, wissen aber auch, dass wir in drei Spielen mögliche Siege verschenkt haben und somit sogar noch mehr drin gewesen wäre", so die zufriedene Trainerin Dr. Daum. Zum letzten Spiel der Saison kann man nun ohne Druck zum Tabellenfünften HC Sachsen Neustadt/Sebnitz reisen.

HSV Haldensleben: Schache, Schäfer, Schick - Ca. Beck 3, L. Umbusch, S. Umbusch 3/1, Kortz 2, Schmitz 7, Ch. Beck 2, Martinez Cabrera 2, Reißberg 2, Hoffmann 9/6, A. Stutz 5.

Siebenmeter: HSV: 8/7; THC: 3/2, Zeitstrafen: HSV: 5; THC: 5, Schiedsrichter: Niedtner/Schüller Aue

Spielfilm: 2:2, 5:2, 6:6, 11:8, 12:11,17:12, 20:15; 25:16, 27:20, 30:22, 35:30.