Zwei ligaübergreifende Duelle gibt es am Sonnabend im Halbfinale des DFB-Kreispokals. Klare Favoriten sind dennoch nicht auszumachen.

Landkreis Börde l Anpfiff beider Partien ist um 15 Uhr.

SV Groß Santersleben - TSV Hadmersleben. Wenn der Tabellenerste der Kreisoberliga auf den Rangneunten der Landesklasse, Staffel II, aus Hadmersleben trifft, scheint Spannung vorprogrammiert. Die Stimmung beim Gastgeber ist gut, kein Wunder bei neun Punkten Vorsprung auf den Zweiten, SV Seehausen, und nur zwei Niederlagen in 23 Spielen.

Dennoch gibt Trainer Fritz Ledderboge die Favoritenrolle ab: "Hadmersleben hat sich in der Landesklasse etabliert, spielt eine ordentliche Serie. Deshalb müssen wir die Favoritenrolle wohl abgeben." Zu viel Respekt hat der Primus aber nicht. "Wir haben Heimrecht und das wollen wir nutzen. Machbar ist sicherlich was", erklärte der Santos-Trainer. Bis auf Torwart Thomas Genderjahn, der in Irxleben verletzt ausgewechselt werden musste, sind alle Mann an Deck. Die letzte und einzige Mannschaft, die in dieser Saison bei Santos gewinnen konnte, war der ISV Haldensleben am ersten Spieltag.

Eine klare Rollenverteilung sieht Roland Manegold vom TSV Hadmersleben vor diesem Spiel nicht: "Wir nehmen diesen Gegner schon sehr ernst. Wir wissen ja noch, wie stark die Bördeliga ist und wenn eine Mannschaft dort mit solchem Vorsprung führt, wissen wir, was auf uns zukommt!" Die Hadmersleber haben den Gegner beim Spiel in Wanzleben beobachtet, sich also über die Stärken und Schwächen der Santersleber informiert. Vor zwei Jahren gab es in einem Testspiel in Groß Santersleben einen Sieg des TSV, seitdem ist aber einige Zeit ins Land gegangen und Manegold weiß: "Ein Testspiel ist immer etwas ganz anderes als ein Pokalspiel."

In Santersleben muss TSV-Trainer Andreas Czeh auf Gunnar Drößler und Michael Niemann verzichten, beide sind verletzt. Dafür hat Ronny Manegold seine Rot-Sperre abgesessen und kehrt in den Kader zurück.

SR: Rainer Wielinski - Egon Genz, Maximilian Soppa

SV Hohendodeleben - Eintracht Gröningen. Auch in dieser Partie ist ein Spitzenreiter Gastgeber. Der SV Hohendodeleben führt die Staffel 2 der 1. Kreisklasse an - allerdings nur noch mit einem Punkt Vorsprung auf Verfolger Ummendorfer SV. In den letzten vier Partien erlaubte sich der SVH zwei Ausrutscher, verlor beim VfB Oschersleben und in Klein Wanzleben.

Die Gäste sind Tabellensiebter der Kreisoberliga. Trotz der unterschiedlichen Ligen glaubt Eintracht-Trainer Mathias Blesse: "Wir spielen zwar eine Liga höher, als Favoriten sehe ich uns aber trotzdem nicht. In der Vergangenheit haben wir Hohendodeleben zuhause meist geschlagen, auswärts aber nur unentschieden gespielt oder verloren. Es wird schwer, zumal wir nicht mit dem vollen Kader anreisen können. Einige Spieler sind krank, angeschlagen oder fehlen arbeitsbedingt."

Besonderes Augenmerk werden die Gäste sicher auf die Bewachung von Robin Marschke legen, der die Torliste der Kreisklasse mit 26 Treffern anführt.

SR: Norman Schmelzer - Frank Geßner, Ramona Becker