Haldensleben (mke) l Wacker gekämpft, am Ende verloren - so lautet die Erkenntnis des Haldensleber SC nach dem 23. Spieltag der Fußball-Verbandsliga. Beim Magdeburger SV 90 Preussen zog die Mannschaft um Trainer Roland Zahn am Sonntag mit 1:3 Toren den Kürzeren. Stefan Kotulla hatte den HSC in der 23. Minute 1:0 in Führung geschossen.

Bis Mitte der zweiten Halbzeit boten die Haldensleber eine engagierte, kämpferische und taktische Leistung, die aller Ehren wert ist. Nach den sieben Stammspieler-Ausfällen, die Roland Zahn verkraften musste, zu denen auch Keeper Switala zählte, ist erwähnenswert, dass dem aus der Not her-aus geborene Ersatzkeeper Niklas Folkens - der sonst das Mittelfeld beackert - ein riesen Kompliment auszusprechen ist. Er war an allen Gegentoren machtlos.

Von Beginn an fanden die Preussen kein Mittel, um die gut stehende HSC-Abwehr zu knacken. Bis zum Strafraum spielten die Gastgeber gefällig, spätestens beim Torabschluss fehlten kreative Ideen. So startete Mitte der ersten Halbzeit der HSC seinen ersten Offensivangriff und der wurde gleich wie aus dem Bilderbuch vorgetragen. Cristovao bediente mustergültig auf Außen Mühlisch. Der brachte eine präzise Flanke ins Zentrum und fand mit Kotulla (23.) seinen Abnehmer per Kopf zum 1:0 für den Gast. Dies sollte bis zum Pausentee reichen, denn der Treffer von Röhl (43.) wurde nach einer Attacke an Folkens im Fünfmeterraum zu Recht abgepfiffen.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Zuschauer zunächst kein anderes Bild zusehen. Der HSC stand taktisch in der Defensive gut und ließ die Preussen maximal bis zur Strafraumgrenze kombinieren. Glück hatte der HSC in der 60. Minute, als gleich zwei Haldensleber Abwehrspieler Röhl von den Beinen holten. Aber Schiedsrichterin Melanie Göbel ließ weiterspielen. Im Gegenzug hätte der HSC den Sack zumachen können, als der eingewechselte Hasse (64.) allein Richtung Preussen-Tor unterwegs war, aber er übersah den besser postierten Kotulla. Somit verpuffte die große Möglichkeit.

Kurz nach dieser Aktion gelang Preussen nach einem Eckball der 1:1-Ausgleich. Der Ball wurde nicht konsequent aus der Abwehr geköpft und fiel Birke (67.) vor die Füße. Jener drosch den Ball von der Strafraumgrenze in den Winkel des HSC-Tores. Zwölf Minuten vor dem Ende der Partie fiel der Magdeburger Führungstreffer. Nach klarem Foulspiel im Strafraum verwandelte Glage den Elfmeter zum 2:1 (78.).

Haldensleben an öffnete die Räume und bemühte sich um den Ausgleich. Das ergab Platz zum Kontern für Preussen. Zwei Minuten vor Schluss vollendete Röhl einen Gegenstoß zum 1:1-Endstand. In der Schlussminute noch eine Doppelchance zum Anschlusstreffer für Hasse und Kotulla (90.), die beide in Ebeling ihren Meister fanden.

Haldensleber SC: Folkens - Schütte, Wojtzyk, Müller, D. Helmecke, Kania (56. Hasse), M. Helmecke, Cristovao, Thang Thuan (72. Krüger), Kotulla, Mühlisch (79. Hampel)

Torfolge: 0:1 Stefan Kotulla (23.), 1:1 Christopher Birke (67.), 2:1 Philipp Glage (78./Strafstoß), 3:1 Steve Röhl (88.)

Schiedsrichter: Melanie Göbel - Patrick Menz/Christian Petzka. Zuschauer: 56