Der TSV Niederndodeleben ist Landesmeister der E-Jugendhandballerinnen geworden. Im Finale wurde der gastgebende Jessener SV mit 7:6 Toren bezwungen.

Niederndodeleben l Am Sonntag trafen sich die besten acht Handballmannschaften der weiblichen Jugend E aus Sachsen-Anhalt in Jessen, um den Landesmeister zu ermitteln. Startberechtigt waren jeweils die Meister und Vizemeister der Bezirksligen Nord, West, Süd und Anhalt. Die Mädchen vom TSV Niederndodeleben waren als Meister der Nordliga ebenso qualifiziert wie die Mannschaften aus Halberstadt, Weißenfels, Jessen, Westeregeln, Magdeburg, Coswig und dem HC Burgenland.

Die beiden Vorrundenspiele gegen die SpG Weißenfels/Grimma (8:7) und gegen den HAT Halberstadt (7:3) gewann der TSV souverän. Im dritten Spiel ging es gegen den Lokalmatadoren Jessener SV 53, der ebenfalls seine beiden ersten Spiele gewonnen hatte. Nach 15 Minuten hieß es 6:6. Damit waren beide Mannschaften für das Halbfinale qualifiziert. Hier traf der TSV als Zweiter der Staffel A auf den Ligakonkurrenten HSC 2000 Magdeburg, der mit drei Siegen die Staffel B anführte. Eine starke Leistung in der Abwehr sowie im Tor und schnelle Konter brachten den Sieg mit 6:3 für den TSV.

Das Finale hieß Jessener SV gegen TSV Niederndodeleben. Die Jessener hatten zuvor im Halbfinale den HC Burgenland mit 8:3 ausgeschaltet.

Nach dem Anpfiff ging der TSV in Führung, Jessen glich aus, das Spiel war auf einem hohen Niveau, hart aber fair umkämpft. Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Die Stimmung in der Halle unter den über 200 Zuschauern kochte. In der 13. Spielminute glich Jessen zum 6:6 aus. Der TSV spielte den nächsten Angriff konzentriert aus - 7:6. Jessen - im Ballbesitz - hatte Mühe gegen die starke Abwehr der Dodeleberinnen und das TSV-Tor war wie vernagelt. Zehn Sekunden vor Abpfiff erkämpfte sich der TSV den Ball. Die Zuschauer standen, hier hielt es keinen mehr auf den Rängen, Jessen, das zweimal hintereinander im Finale der Landesmeister stand, waren geschlagen.

Die Mädels vom TSV konnten es noch nicht so richtig fassen; nach der Meisterschaft in der Nordliga nun der Titel Landesmeister Sachsen-Anhalt. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Mannschaft erst ihre zweite Saison gespielt hat.

Vor der Siegerehrung tanzten die Niederndodeleber Mädchen mit ihren Trainern und Betreuern ausgelassen auf dem Parkett, in der Mitte ihr Maskottchen "Bördi" - ein grüner Drache.