Am 28. Spieltag in der Kreisoberliga empfing die SG Grün-Weiß Dahlenwarsleben den abstiegsbedrohten SV Concordia aus Rogätz. Dabei rissen die Gastgeber den Rogätzern den Auswärtssieg in letzter Sekunde aus der Hand.

Dahlenwarsleben l Die erste Möglichkeit gehörte den Gästen. In der dritten Minute köpfte Dziubiel einen Henicke-Freistoß über das Tor. Nach knapp zehn Minuten forderten die Grün-Weißen einen Strafstoß, als Pohl im Zweikampf mit Kolberg zu Fall kam. Doch der Elfmeterpfiff blieb zurecht aus. Insgesamt konnten sich die Concorden in den ersten 30 Minuten ein Chancenplus erarbeiten. In der 15. Minute war Becker frei durch, doch er scheiterte am stark reagierenden Werner im Dahlenwarsleber Tor. Fünf Minuten später legte Kolberg auf links zu Becker raus. Dessen Traumflanke konnte der völlig freistehende Zausig in der Mitte jedoch nicht verwerten. Spätestens jetzt hätten die Concorden 1:0 führen müssen.

Die Angriffe der Platzherren kamen noch nicht richtig zum Abschluss. Die erste nennenswerte Möglichkeit der Dahlenwarsleber in der 31. Minute: Kaufmanns Versuch verfehlte das Tor knapp. Sechs Minuten später war Beißert über links frei durch, ohne allerdings einen wirkungsvollen Abschluss zu erzielen. Kurz vor der Halbzeit noch einmal die Chance für Becker, doch sein Schussversuch, nach langem Ball von Henicke, wurde von der Hintermannschaft ausreichend erschwert. So ging es 0:0 in die Pause.

In der 51. Minute verfehlte Becker das Tor nach guter Vorarbeit von Hornig, wiederum nur knapp. Kurz darauf das überraschende 1:0. Ein langer Einwurf kam zu Kaufmann, welcher den Ball per Kopf auf das Rogätzer Tor brachte. Der Ball knallte an das Lattenkreuz, von dort an den Rücken des machtlosen Zacher und schließlich ins Tor. In der Folgezeit machten weiterhin vornehmlich die Concorden das Spiel, doch kleinere Möglichkeiten durch Kolberg, Otto, Zausig und Gronkowski zeigten keine Wirkung.

Sollten die Rogätzer erneut nach einem guten Spiel an ihrer Chancenverwertung scheitern? Die Antwort gab Jakubzyk kurz nach seiner Einwechslung. Er fing einen zu schwachen Klärungsversuch der Grün-Weißen per Kopf ab, legte zu Becker, welcher den Überraschungsmoment eiskalt zum verdienten 1:1 ausnutzte. Nun war das Spiel wieder völlig offen. In der 76. Minute unterschätzte Kolberg einen langen Ball und gab so Dreier die Chance, eine optimal getimte Flanke auszupacken. Lediglich Kaufmanns Kopfball fehlte die letzte Genauigkeit. In der 82. Minute dann das 2:1 für die Gäste. Becker setzte sich im Strafraum durch und erzielte aus spitzem Winkel sein zweites Tor. Nun kamen die zu erwartenden, wütenden Angriffe der Dahlenwarsleber. Noch dazu mussten die Rogätzer, dank mehrerer Unbeherrschtheiten von Otto, die Partie mit zehn Spielern beenden. Kurz vor Schluss war Hannemann frei vor Zacher, doch letzterer klärte stark im Eins-gegen-Eins Duell. In der 94. Minute stand dann das Schiedsrichtergespann im Mittelpunkt. Nach einem vermeintlichen Foul von Vollrath entschieden sie auf Strafstoß für die Heimmannschaft. Diesen vollendete Mucke zum 2:2-Endstand.

Dahlenwarsleben: Werner - Lessow, Wuckelt, Mucke, Martin Schmidt, Dreier (36. Gereke), Hannemann, Pohl (67. Andy Schmidt), Beißert, Tietz, Kaufmann.

Rogätz: Zacher - Kolberg, Hornig, Henicke, Vollrath, Zausig (73. Jakubzyk), Kreuseler, Dziubiel, Otto, Gronkowski, Becker (90. Braumann).

Schiedsrichter: Heiko Borchers, Marcel Rabe, Peter Eberhardt. Zuschauer: 70.