Der FSV Barleben 1911 blickt auf die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte zurück. Diese wurde gekrönt vom Aufstieg in die Verbandsliga.

Barleben l Im Juli 2013 hatte der damalige Übungsleiter Stephan Grabinski zusammen mit dem Vorstand des FSV ein Team zusammengestellt, welches als Topfavorit auf den Staffelsieg galt. Und auch intern hatten sich Mannschaft und Verein den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben.

Ab dem vierten Spieltag übernahm das Team die Tabellenführung und beendete die Saison ungeschlagen. Aber auch im Landespokal zeigte sich der FSV von seiner besten Seite. Nach dem man schon mit Stendal und Merseburg zwei Verbandsligisten ausgeschaltet hatte, wartete im Halbfinale der Regionalligist 1. FC Magdeburg auf die Barleber. Vor 2219 Zuschauern im Heinrich-Germer-Stadion verlor der FSV dann gegen den späteren Pokalsieger mit 0:5.

Damit nicht genug: Barleben sicherte sich in der abgelaufenen Saison auch den Fair-Play-Titel. Der FSV war die fairste Mannschaft und überstand die Saison ohne eine Rote oder Gelb-Rote Karte. In der Zuschauergunst standen die Barleber Fußballer ebenfalls recht ordentlich da. Im Durchschnitt besuchten knapp 150 Zuschauer die Heimspiele des FSV (ohne Pokal). Natürlich erhofft sich der Verein durch die Euphorie des Aufstiegs hier auch in Zukunft noch bessere Zahlen.

Nach der offiziellen Siegerehrung am letzten Spieltag verabschiedeten sich Spieler und Verantwortliche in den Sommerurlaub. Doch dieser fiel in diesem Jahr kürzer aus als sonst. Bereits am 23. Juni startete der FSV in die Vorbereitung auf die neue Verbandsliga-Saison. Der Vorstand des FSV hatte als erste Personalie die Einigung mit dem Wunschtrainer Mario Middendorf bekanntgegeben. Aber speziell was den Kader angeht hat sich in den letzten Wochen und Monaten ebenfalls sehr viel getan. Nach dem Weggang von Stepahn Grabinski haben auch die Spieler Marcel Probst, Denny Piele, Carsten und Christian Madaus (alle Ziel unbekannt), Timm Kreibich (Karriereende), Rene Kowalewski (VfB Ottersleben) und Sebastian Chlasta (MSV Börde) den Verein verlassen. Doch der Vorstand des FSV hat zusammen mit dem neuen Trainer viele intensive Gespräche mit potenziellen Spielern geführt, um eine schlagkräftige Truppe für die neue Verbandsligasaison ins Rennen zu schicken. Neben Rückkehrer Marcel Henne kommen auch Marvin Potyka, Robert Löw, Christian Loth, Alexander Prinz und Marcel Brendel von der U23 des 1. FCM. Ebenfalls neu in Barleben wird der erfahrene Peter Otto (VfB Auerbach) sowie Ex-FCM-Kicker Christopher Kalkutschke (BFC Dynamo) sein. Aber auch drei A-Jugend-Spieler gehören ab sofort zum Kader des FSV Barleben. Rick Goedicke, Angelo Strauss und Paul Schipke rücken von der Jugendspielgemeinschaft Barleben/ Wolmirstedt in den Herrenbereich.

Da schon am 26. Juli die erste Runde im Landespokal beim SV Förderstedt ansteht, hat Trainer Middendorf effektiv nur vier Wochen Zeit, sein Team physisch und spielerisch auf das nötige Niveau zu bringen.

Die offizielle Saisoneröffnung wird am 12. Juli um 15 Uhr auf dem Barleber Anger sein. An diesem Tag empfängt der FSV den Oberligisten Askania Bernburg zu einem Testspiel. Auf die Ziele des FSV angesprochen zählt für den Vorsitzenden Ingolf Nitschke natürlich nur der Klassenerhalt.

Für Trainer Mario Middendorf steht die aktuelle Arbeit mit der neuen Mannschaft im Vordergrund: "Denn wenn wir alle, also Spieler, Trainer, Betreuer, Verein und auch das Umfeld zu einhundert Prozent hinter der Sache stehen und optimal arbeiten, wird es uns gelingen auch schnell die nötigen Erfolge einzufahren."

Auch mit der Zusammenstellung des neuen Kaders zeigt sich Middendorf sehr optimistisch: "Wir haben eine gute und gesunde Mischung aus erfahrenen älteren Spielern und jungen hungrigen Kickern. Ich freue mich riesig auf meine neue Aufgabe und werde meine ganze Erfahrung in den Verein mit einbringen."