In der Fußball-Kreisklasse der Frauen setzte sich in der Serie 2013/14 der SV Grün-Weiß Süplingen souverän durch, der sich zuvor wegen der personellen Probleme aus der Landesliga zurückgezogen hatte.

Landkreis Börde (msm) l Die Mannschaft von Trainer Uwe Krause gewann alle 26 Partien, stellte mit 188:23 sowohl den besten Angriff als auch die sicherste Abwehr und mit Nancy Koch, die 76 Treffer erzielte, auch die erfolgreichste Torschützin. Selbst gegen die Spitzenteams kamen die Süplingerinnen teils zu klaren Siegen.

Titelverteidiger SSV Stern Elbeu, zur Halbzeit noch auf Tuchfühlung, musste am Ende erkennen, dass der Vorjahreserfolg dieses Mal als Zweiter nicht wiederholt werden konnte. Dafür entschädigten sich die Sterne mit dem Gewinn der Hallenkreismeisterschaft und dem erneuten Finalsieg im Kreispokal, der nach einem 3:1 gegen Empor Klein Wanzleben in Erxleben gefeiert wurde. Im Viertelfinale hatte sich Elbeu mit 2:1 nach Verlängerung in Süplingen durchgesetzt.

Auf dem dritten Rang landete der SV Grün-Weiß Potzehne, die Mannschaft aus der Altmark verbesserte sich mit einer guten Mischung aus Spielerinnen um eine Position.

Nach der Vizemeisterschaft vor einem Jahr sprang für Grün-Weiß Dahlenwarsleben nun der vierte Rang heraus, die SG verlor alle Begegnungen gegen die Spitzenteams, im Pokal war im Halbfinale in Elbeu nach einem 0:5 Endstation. Die SG Empor Klein Wanzleben rutschte zwei Plätze ab, erst nach der Rückkehr von Anke Hellrung zur Rückrunde lief das Spiel beim Fünften etwas besser. Im Pokalfinale unterlag Empor nach großem Kampf mit 1:3 gegen Elbeu.

Die FSG Haldensleber SC / SV Groß Santersleben legte drei Positionen zu, der Tabellensechste punktete auch gegen die Spitzengruppe wie bei den 1:1-Remis gegen Dahlenwarsleben und Elbeu oder dem 3:2-Erfolg über Potzehne. Zudem steigerte die FSG ihr Punktekonto von 20 auf beachtliche 48 und das Torverhältnis von 35:48 auf 74:50.

Auf einem enttäuschenden siebenten Platz fand sich der VfB Oschersleben wieder, der eine ganze Reihe von landesligaerfahrenen Spielerinnen vom SV Hötensleben aufbot. Durch die Spielerpass-Ungereimtheiten musste das Sportgericht zudem Zähler aberkennen. Dahinter, wenngleich mit 15 Punkten weniger, verbuchte die Reserve des VfB den achten Platz in ihrer ersten Saison als großen Erfolg. Ebenfalls als Neuling gestartet, kam der SV Blau-Weiß Hermsdorf 09 auf einem guten neunten Rang ein. Dass es in der Mannschaft stimmt, zeigte die Hallenkreismeisterschaft, wo vor Beginn ein Ständchen zum Geburtstag für die Trainerin gebracht wurde. Der TSV Völpke verteidigte seinen zehnten Rang vom Vorjahr, gewann immerhin sieben Partien, konnte gegen die Spitzenteams aber nicht punkten.

Mehrfach in Unterzahl lief der SV Neubau auf, am Ende reichte es wie vor zwölf Monaten zur elften Position, allerdings mit zehn Punkten mehr. Nach dem siebenten Platz im Vorjahr blieb dem Bebertaler SV nunmehr nur ein doch enttäuschender zwölfter Rang, im Pokal-Halbfinale kam das Aus beim 1:4 gegen Klein Wanzleben. Die SG Traktor Dreileben - zuletzt Achter - trat in der gesamten Serie ohne Trainer an, so ist der 13. Platz erklärbar. Trotz dieses Handicaps spielte Traktor die Saison durch.

Bösdorf macht Pause

Erneut Tabellenletzter wurde die SG Bösdorf 08, mehrere Partien wurden in Unterzahl bestritten, so kamen auch die teilweise zweistelligen Niederlagen zustande. Trainer Winfried Weber versuchte dennoch immer alles, um antreten zu können. In der kommenden Saison legt die Mannschaft eine Punktspielpause ein.

Namen und Zahlen

In den 182 Begegnungen gab es 89 Heimsiege, 17 Remis und 76 Auswärtserfolge. Dabei fielen 1009 Tore, was immerhin einen Schnitt von 5,54 je Match entsprach.

Die häufigsten Resultate waren das 3:0 (21 mal) und das 2:0 (16 mal). Nur die Paarung Neubau gegen Bösdorf blieb torlos. Die höchsten Heimsiege erspielten sich Klein Wanzleben mit 20:0 und Potzehne mit 18:0 jeweils gegen Bösdorf. Auswärts kamen Dahlenwarsleben mit 12:0 und Elbeu mit 11:0 jeweils in Bösdorf zu den klarsten Erfolgen.

Die Liste der erfolgreichsten Torschützinnen führt Nancy Koch von Grün-Weiß Süplingen mit 76 Treffern an. Ihr folgen Janine Lüdde von Empor Klein Wanzleben mit 54, Tina Osterburg mit 49, Heike Klemme (beide Stern Elbeu) mit 39, Judith Widdecke mit 36, Svenja Rauhut (beide Süplingen) mit 27 und Sabrina Beck (Elbeu) mit 26 Toren.

Die Schiedsrichter zückten 62 Verwarnungen, zwei Ampelkarten (gegen Dreileben und den VfB Oschersleben II) und zwei Rote Kartons (gegen Bebertal und den VfB Oschersleben). Eine Spielerin des VfB II stand mit ihren vier Gelben gar vor einer Sperre, was in den Jahren zuvor nicht passierte.

Die Fairplay-Wertung gewannen Elbeu und Neubau mit je zwei Verwarnungen. Schlusslicht ist hier der VfB II mit neunmal Gelb und einmal Gelb-Rot. In der Rückrunde wurden zwei Partien gewertet. Bebertal trat daheim nicht gegen Neubau an, Bösdorf reiste nicht nach Hermsdorf, was neben dem Punktverlust auch eine Geldstrafe für die Verursacher der Spielausfälle nach sich zog.

Zudem gab es in der Rückrunde einen Sonderbericht des Schiedsrichters nach Zeigen von Gelb-Rot wegen unsportlichen Verhaltens einer Spielerin. Insgesamt kamen 37 Unparteiische zum Einsatz. Die meisten Partien leiteten Frank Geßner (Traktor Dreileben/16), Heiko Borchers (SV Hötensleben/14), Benjamin Lanzki (OSC/14), Ulrich Förster (HSV Colbitz/12), Rainer Wielinski (Kali Wolmirstedt/11) und Heiko Stapel (TSV Wefensleben/10).

Abschlusstabelle:

1.GW Süplingen26188:2378

2.Stern Elbeu26156:2665

3.GW Potzehne2690:2859

4.GW Dahlenwarsleben2699:4052

5.E. Kl. Wanzleben26110:4050

6.HSC/Gr. Sant.2674:5048

7.VfB Oschersl.2679:3644

8.VfB Oschersleben II2647:10029

9.BW Hermsdorf2649:8928

10.TSV Völpke2631:7923

11.SV Neubau2622:11118

12.Bebertaler SV2625:8316

13.Tr. Dreileben2626:12011

14.SG Bösdorf 082613:1848