Wolmirstedt (bor) l Am Sonntag findet im Berliner Olympiastadion das 73. Internationale Stadionfest (ISTAF) statt.

Im vergangenen Jahr noch als Zwölfjähriger auf der Nebenanlage im Olympiapark aktiv, hat sich der Kali-Nachwuchssprinter Vincent Murrak in diesem Jahr beim Rostocker Ostseepokal für das Finale über 50 m im Olympiastadion qualifiziert. Seit einigen Jahren gibt es den Wettbewerb "Deutschland sucht den Supersprinter", bei dem sich in ganz Deutschland zwölf- und dreizehnjährige Jungen und Mädchen für das Finale beim ISTAF qualifizieren können.

Im letzten Jahr wurde der Cröcherner noch Dritter in der Altersklasse 12. Nun will der 75-m-Landesmeister Sachsen-Anhalts seine erfolgreiche Saison mit einer Topleistung vor wahrscheinlich über 50.000 Zuschauern beim traditionsreichsten und berühmtesten deutschen Leichtathletik-Meeting auf der geschichtsträchtigen Sportstätte krönen. Damals (1936) lief der Olympiasieger Jesse Owens die 100 Meter allerdings noch auf einer Aschenbahn. Auf solchem Untergrund hätte Vincent sicher einen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten gehabt, da auf seiner Trainingsstätte im Wolmirstedter Küchenhorn noch heute diese Bedingungen vorherrschen.

Leider werden am Sonntag nur die 50 Meter gelaufen, welches für den lang aufgeschossenen Gymnasiasten kein Vorteil ist, da er meist erst auf den letzten Metern so richtig ins Laufen kommt. Vincent hat aber in den Ferien trainiert und an der Verbesserung seines Starts gearbeitet.

Unter den 50.000 Zuschauern sind natürlich auch 20 Mitglieder aus seinem Heimatverein SV Kali Wolmirstedt dabei, die ihm bei der Premiere im Olympiastadion kräftig die Daumen drücken. Nach einer, hoffentlich erfolgreichen Vorstellung in Berlin, vertritt Vincent auch noch die Farben Sachsen-Anhalts beim Mitteldeutschen Ländervergleich am 13. September in Markleeberg über 75 Meter und im Weitsprung.