Neuer Trainer, neue Spieler - aber kein neues Ergebnis. Beim HSV Haldensleben hat sich in der Sommerpause einiges getan. Zum Saisonstart hieß es am Sonnabend aber wieder: Alles beim Alten! Wieder stand das erste Auswärtsspiel beim SV Langenweddingen an, wieder gab es eine hohe Niederlage.

Langenweddingen l Das 29:18-Endergebnis sieht natürlich besser aus als das 36:19 des Vorjahres. Im Endeffekt gab es aber einmal mehr nichts zu holen im Bördedorf.

Dabei ist den Gästen der Wille keinesfalls abzusprechen. Matthias Schröder hatte sein Team auf den Auftritt bei seinem Ex-Verein offenbar richtig eingeschworen. So gingen beide Mannschaften höchst engagiert in die Partie. Die Deckungsreihen griffen unbarmherzig zu - beim HSV allerdings oft etwas zu spät.

Das spiegelte sich in den Zeitstrafen wider. Die Haldensleber sammelten derer zwölf (!), die Langenweddinger nur vier. Dafür gab es aber gleich sieben Siebenmeter für die Gäste, von denen sie immerhin fünf nutzten, die Sülzetaler konnten nur zwei von vier unterbringen. Die vielen Zeitstrafen wurden den Haldenslebern zum Verhängnis. Sie standen in Hälfte eins zeitweise nur mit zwei Feldspielern auf der Platte. So hatten sie gegen die schnellen Konter, die der beim SVL überragende Neuzugang Tobias Deutscher sicher abschloss, keine Chance. Mit dem 16:7, das einer Vorentscheidung gleichkam, ging es in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte taten sich die Gastgeber schwer. "In den ersten Minuten haben sie nur ein Tor geworfen - aber wir haben es eben auch nicht geschafft, mal auf fünf Tore heranzukommen, da waren zu viele überhastete Aktionen dabei", bedauerte Schröder. Über Zwischenstände wie 19:12, 23:16 und 26:16 - die erste Zehn-Tore-Führung - lief der SVL dem Sieg entgegen, der ihn vorerst - schon wieder - an die Tabellenspitze setzte.

SV Langenweddingen: Eisenkolb - T. Bzdok, R. Schult (2 Tore), Bollmann (1), Schneider (6), Scheller (1), Knorr, Hohmann (2), Deutscher (8), Heine (2), Rohr (2), St. Schult (5).

HSV Haldensleben: Mocker, Wolke - Möritz (1), Rühl (3), Stolze (2), Krüger (4), Tessmann, Kruse (1), Mucheyer, Fister (1), Tysack (6), Demuth, Wille.

Zeitstrafen: SVL 4, HSV 12.

Siebenmeter: SVL 2/4, HSV 5/7