Fünf Spieltage sind in der Fußball-Bördeliga, Staffel I absolviert - die Mannschaften haben ihre erste Standortbestimmung. An der Spitze hat Heinrichsberg bereits drei Punkte Vorsprung auf den Zweiten. Rottmersleben ist als einziges Team noch punktlos.

Landkreis (jpi/cme/suk) l Der fünfte Spieltag der Bördeliga verschafte dem Tabellenführer aus Heinrichsberg einen Drei-Punkte-Vorsprung auf den zweitplatzierten Heide SV Colbitz, der sein Heimspiel gegen den eben genannten Spitzenreiter aus Heinrichsberg mit 1:2 verlor. Nutznießer der Colbitzer Niederlage sind Oebisfelde, Süplingen und Etingen/Rätzlingen, die jetzt jeweils neun Punkte auf dem Konto haben. Von so vielen Punkten ist Börde Rottmersleben noch weit entfernt, das Team ist als einziges bislang punktlos. Im Mittelfeld der Liga tummeln sich die erwarteten Kandidaten. Im Spiel Stern Elbeu gegen Eintracht Ebendorf ging es für beide um den Anschluss nach oben, und genutzt hat die Chance niemand. Die Partie endete mit einem 2:2-Unentschieden.

Dabei begannen die Gastgeber die Partie recht zügig, aber Pertschs scharfe Eingaben fanden zum Glück für die Eintracht keine Abnehmer. Auf der anderen Seite prüften Litzroth und Schneider Torhüter Bertram ohne Erfolg. Ab der 20. Minute verflachte das Spiel doch zusehends und beide Mannschaften gingen torlos in die Pause. Mit dem Wideranpfiff übernahmen die Gäste sofort das Kommando und erspielten sich klare Feldvorteile. Ein abgefälschter Ball von Felix Max in der 57. Minute brachte den Sternen dann überraschend die Führung.

Wille hält Punkt fest

Die Eintracht verstärkte nun die Angriffsbemühungen und der bis dahin schwach spielende Wolff erzielte in der 63. Minute mit einem haltbar erscheinenden 20-Meter-Schuss den Ausgleich. Die Gäste waren jetzt klar überlegen und gingen nach einer schönen Kombination durch Schiefer, der zuvor eher unauffällig agierte in Führung. Von Elbeu war nun nicht mehr viel zu sehen und es schien eine Frage der Zeit zu sein, wann die Eintracht noch einmal nachlegt, zumal die Verteidigung der Gäste mit den jungen Spielern Lange und Haupthoff einen sicheren Eindruck machte.

Einmal mehr war es aber die individuelle Klasse von David Herbst, der mit seinem gekonnten Treffer in der 79. Minute die Heimpleite für Elbeu verhinderte. Zum Schluss konnten sich die Ebendorfer sogar noch bei ihrem Torhüter Wille bedanken, der in großartiger Manier in der 85. Minute den Siegtreffer von Elbeus Herbst verhinderte.

Insgesamt geht das Remis in Ordnung. Ebendorf hatte zwar die größeren Feldanteile, aber die Gastgeber die klareren Chancen.

Elbeu: M. Bertram - Jacob, Schwanz (S. Bertram), Schmäschke, Max, Herbst, Pertsch, Quartier, Jacob, Soisson, Schweifhöfer

Ebendorf: Wille - Frome, Lange, Haupthoff, Schneider, Röhlinger, Schiefer, Hausbrandt, Wolff, Haerter, Litzroth.

Die Männer des 1. FC Oebisfelde haben am Sonnabend auf dem heimischen Gehege ihren dritten Saisonerfolg in der Bördeliga eingefahren. Gegen den Bebertaler SV setzten sich die Allerstädter mit 3:1 (2:0) durch. Damit schoben sich die Oebisfelder vorerst auf den dritten Rang vor, liegen drei Zähler hinter Tabellenführer SSV Heinrichsberg.

Die Realität spielte sich am Sonnabend auf dem Oebisfelder Gehege ab. Das sah zunächst eine sehr engagierte und spielerisch gut aufgelegte FCO-Elf. Folge: Bereits in der fünften Minute netzte Philipp Gesell nach Flanke von Marcel Berger zur 1:0-Führung ein. Die Oebisfelder blieben am Drücker und hätten durch Gesell (7./12.), Albrecht Bock (15.) und Raik Schlüter (17.) erhöhen können. Doch die FCO-Männer scheiterten. Auch weil sich die Bebertaler auf ihren Schlussmann Philipp Seiler verlassen konnten. Allerdings war er in der 24. Minute machtlos. Schlüter hämmerte aus 16 Metern das Leder per Volleyschuss in die Maschen - 2:0. Zu diesem Zeitpunkt dachte keiner der treuen FCO-Anhänger daran, dass ihre Elf noch einmal in Bedrängnis geraten würde. Doch sie geriet.

"Wir haben nach dem 2:0 nach und nach die Ordnung verloren. Das ist uns im Saisonverlauf nicht zum ersten Mal passiert. Daran müssen wir arbeiten", kommentierte FCO-Trainer Peter Böse.

Gesell macht alles klar

Zum Glück kamen die Allerstädter mit einem blauen Auge davon. Denn wenn BSV-Akteur Sebastian Lange in der 50. Minute seine hochkarätige Möglichkeit genutzt hätte, wäre es möglicherweise noch einmal richtig eng geworden. So aber machte Gesell nach einem langen Pass von Stefan Matthias mit dem 3:0 alles klar (55.). Allerdings schöpften die Bebertaler fünf Minuten später mit dem 1:3 noch einmal Hoffnung, doch der FCO brachte den letztendlich verdienten Erfolg über die Zeit.