Der HSV Haldensleben wartet auch nach dem dritten Spieltag weiter auf den ersten Punktgewinn. Am Sonnabend verlor die Mannschaft von Matthias Schröder mit 23:27 (13:13) bei der SG Seehausen.

Seehausen/Haldensleben (dh) l Kaum vorstellbar, dass sich auch nur ein Akteur des HSV Haldensleben jemals zur 23 als Lieblingszahl bekennen wird, für die Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga ist sie allerdings maßgeblich: 23 Tore haben die Handballer von Trainer Matthias Schröder am Sonnabend bei der SG Seehausen erzielt, 23 Tore haben sie in den bisherigen drei Punktspielen im Schnitt markiert - und deshalb warten sie nach drei Spieltagen immer noch auf den ersten Punktgewinn.

Haldensleben hat also beim 23:27 (13:13) in Seehausen erneut mit dem Abschluss gehadert. "Wir haben in der entscheidenden Phase der zweiten Halbzeit zu viele Chancen vergeben", erklärte Schröder, der außerdem diese Gründe für die Niederlage nannte: "Wir haben den Zugriff auf das Spiel verloren, sind nicht mehr in die Nahtstellen der aggressiven, aber keineswegs überragenden Abwehr gekommen und haben uns nach der Pause keinen Siebenmeter mehr erarbeitet."

In nur einer Phase hatten die Haldensleber das bis dahin ausgeglichene Spiel verloren: Nach dem 22:21 (52.), als sie aus eigener Überzahl keinen zählbaren Erfolg produzierten, dafür aber zwei Gegentreffer kassierten. "Wir hatten in einem Angriff drei Abschlusschancen zum Ausgleich: Erst treffen wird den Pfosten, dann scheitern wir am Torwart, gewinnen aber auch diesen Abpraller, und treffen noch einmal die Latte", beschrieb es Schröder. Seehausen antwortete mit dem 24:22, Haldensleben vergab auch den nächsten Versuch, Seehausen antwortete mit dem 25:22 - und die Partie war entschieden. Bester Werfer im HSV-Trikot war Marvin Möritz mit fünf Treffern.

Während der 41-jährige Schröder auf David Stolze und Andy Krüger jeweils nach grippalem Infekt wieder zurückgreifen konnte, musste er auf Maximilian Rühe verzichten. Rühe laboriert an einer Entzündung im Fuß und steht dem HSV vorerst nicht zur Verfügung. Auch nicht in Wittenberg, am kommenden Sonnabend tritt Haldensleben beim Ligakonkurrenten zur zweiten Landespokalrunde an. "Dieses Spiel wollen wir nutzen, um uns Selbstvertrauen zu holen", erklärte Schröder.

HSV Haldensleben: Mocker, Domann - Möritz (5), Stolze (3), Krüger (4), Teßmann (4), Kruse (3), Mucheyer, Fister, Tysack (3), Demuth, Hilliger (1), Wille, Bierhals.