Punkteteilung im großen Ohrekreisderby: Am achten Spieltag der Landesklasse, Staffel 2, haben sich der SV Groß Santersleben und Blau-Weiß Neuenhofe mit einem 0:0 getrennt.

Groß Santersleben l Beide Mannschaften fallen durch das Unentschieden in der Tabelle zurück; Santersleben hat jetzt 15 Punkte und liegt auf Platz vier, Neuenhofe kommt auf 14 Zähler und belegt den sechsten Rang.

Bereits wenige Minuten nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Michael Damke freuten sich beide Trainer über einen Punktgewinn, zum Interview kamen sie gemeinsam mit einem Lächeln. "Ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir Santos alles abverlangt und hätten vielleicht mit ein wenig Glück auch einen Sieg mitnehmen können. Aber mit dem Unentschieden bin ich total zufrieden", erzählte Fabian Lenkeit, Trainer von Neuenhofe.

Seine Freude hätte aber gleich zum Spielbeginn einen Dämpfer erhalten können, wäre da nicht Torwart Andreas Otto gewesen. In den Anfangsminuten setzte Santersleben den Gast gewaltig unter Druck, Zählbares sprang aber nicht heraus. Erst scheiterte Christopher Plate mit einem Freistoß, dann verpasste es Marcel Marschke, im Eins-gegen-Eins ein Tor zu erzielen und auch Christian Grolms vergab aus spitzem Winkel auf der linken Seite. "Mit dem Punkt bin ich zufrieden. Allerdings haben wir in der ersten Halbzeit gesündigt und unsere Chancen nicht genutzt. Deshalb war heute leider nicht mehr möglich", sagte Santerslebens Trainer Fritz Ledderboge. Sein Kollege Lenkeit sah sich in dieser Phase gezwungen, verstärkt mit lautstarken Anweisungen auf die Ordnung seiner Hinterleute einzuwirken. "Unsere Abwehrprobleme heute waren auch dem geschuldet, dass unsere beiden Stamm-Innenverteidiger nicht dabei waren. Es haben zwei Leute auf dieser Position gespielt, die sonst nicht dafür vorgesehen sind", erklärte Lenkeit.

Hollweg vergibt größte Chance für Neuenhofe

Erst gegen Mitte der ersten Halbzeit fand der Gast besser ins Spiel und zeigte sich von der schwierigen Anfangsphase erholt. Stürmer Michel Hollweg hatte für Neuenhofe die vielleicht größte Chance des Spiels, als er sich auf der linken Seite gleich gegen mehrere Gegenspieler durchsetzte, sein Schuss aus spitzem Winkel landete aber am Außennetz. Wenig später ertönte durch Schiedsrichter Michael Damke der Halbzeitpfiff. Nach dem Wechsel flachte das Spiel hier und da etwas ab. Richtige Torgelegenheiten waren nur noch die Ausnahme, und wenn es welche gab, dann fehlte die letzte Entschlossenheit. Für beide Vereine war das 0:0 ein positives Ergebnis, besonders für Santersleben, die in der Vorwoche beim SV Fortuna II eine 0:5-Niederlage kassierten. "Meine Kabinenansprache war: Dieses Ding muss weg und das ist passiert. Wir haben die Lehren daraus gezogen, besonders im Abwehrverhalten und das hat heute besser geklappt. Eine Hundertprozentige, die rein muss, habe ich nicht gesehen", resümierte Ledderboge. "Super Spiel, 0:0 und jetzt können wir noch zusammen ein Bier trinken", flachste Lenkeit und verließ mit Ledderboge glücklich den Platz.