In einer ereignisarmen Begegnung am zehnten Spieltag der Landesliga Nord hat der SV Irxleben gegen den SV Fortuna Magdeburg mit 0:1 (0:0) verloren. Der entscheidende Treffer fiel wenige Minuten vor dem Abpfiff.

Irxleben l Die 95 Zuschauer im Wildparkstadion erkannten schon nach wenigen Minuten, dass das Aufeinandertreffen beider Vereine nichts für Fußball-Feinschmecker sein würde. Vielmehr waren die Grund-Tugenden gefordert: Laufbereitschaft, Wille und natürlich Einsatz. "Dieses Spiel war ausgeglichen und es ging lange zwischen beiden Sechzehnern zu Werke. Die großen Chancen wurden hier von beiden Seiten nicht rausgespielt. Was im Vordergrund stand,war die kämpferische Leistung. Der Glücklichere macht am Ende das Tor", so das Fazit von Irxlebens Co-Trainer Olaf Kölling, der Chef-Trainer Steffen Rau vertrat, da dieser sich auf einer Schulung befand.

Die Gäste aus Magdeburg waren in den Anfangsminuten leicht im Vorteil und erspielten sich die ein oder andere Torchance - eine wirklich zwingende war allerdings nicht dabei. Die Heim-Elf überstand diese Phase unbeschadet und setzte nach rund 15 Minuten selber Akzente. Den ersten Abschluss von Seiten der Hausherren hielt Fortuna-Torwart Kevin Stauch aber mühelos. Viele Pass-Stafetten spielten sich im Mittelfeld ab und beide Seiten setzten zunehmend das Mittel der langen Bälle ein. Hinzu kamen viele kleine Fouls, die das ohnehin schon mäßige Niveau weiter drückten. "Wir wussten, dass viel körperlich gearbeitet werden musste, und das haben beide Mannschaften auch getan. Da ist dann auch mal was faires oder unfaires dabei. Man sollte das aber nicht überbewerten, denn das gehört zum Fußball dazu", sagte Fortuna-Trainer Dirk Hannemann. Gegen Ende der ersten Halbzeit erhöhte das Team aus der Landeshauptstadt noch einmal den Druck. Martin Liebold hatte die größte Chance, als er nach einem Eckball und der anschließenden Kopfballrückgabe von Tobias Erdmann mit einem Schuss aus der Drehung scheiterte. An dem 0:0 zur Halbzeit hatte auch Irxlebens Schlussmann Sebastian Deumeland seinen Anteil, der stets sicher wirkte und oftmals als letzter Mann anspielbereit war.

Nach dem Seitenwechsel vergaben die Hausherren in Person von Paul Stier eine riesen Chance. Der agile Offensivmann setzte sich gegen mehrere Gegenspieler durch und lief alleine auf Stauch zu. Als er den Keeper schon ausgespielt hatte, verpasste er den Abschluss. "Wenn er da den Kopf noch einmal hebt und wenn er ihn nur mit der Spitze einschiebt, dann gehen wir hier mit 1:0 in Führung. Und dann muss man gespannt sein, was Fortuna noch machen kann", schilderte Kölling die Situation. Und es kam, wie es kommen musste. Nach einem Einwurf und einer Flanke über die rechte Seite köpfte in der 86. Minute Martin Liebold das 1:0.

SV Irxleben: Deumeland - Reich, Thiele, Schott, Stier, Stoklosa, Küster, Ulrich, Pless (60. Bruchmüller), Zornemann, Schwenke (82. Halangk).

SV Fortuna Magdeburg: Stauch - Kolodziej, Kreibe, Wöge, Schönijahn, Baptist (72. Bimenyimana), Müller, Liebold, Erdmann (72. Ginter), Schmidt, Windelband (87. Jakuszeit).

Torfolge: 0:1 Liebold (86.).