Im Stadtderby am zwölften Spieltag der Bördeoberliga hat die U 23 des Haldensleber SC gegen den ISV Haldensleben mit 3:0 (1:0) gewonnen. Die HSC-Reserve verbessert sich dadurch auf den zweiten Platz, für den ISV geht es auf Rang fünf abwärts.

Haldensleben l Das Gästeteam fand zunächst besser ins Spiel und wollte etwas Zählbares von der Jahnallee mitnehmen. In den ersten Minuten setzte der ISV den Stadtkonkurrenten unter Druck und war dynamischer und konsequenter in der Zweikampfführung. Dennoch hatte die erste Chance die U 23: Nach einem Befreiungsschlag passte Florian Ohrdorf auf Niklas Folkens und dieser zog aus rund 20 Metern ab. Davon unbeeindruckt setzte der ISV sein Spiel fort und hatte seinerseits einige Möglichkeiten. In der 26. Minute vergab er seine größte Tormöglichkeit. Nach schöner Kombination wurde Mustapha Camara freigespielt, der im Strafraum auf HSC-Schlussmann Bennet Fattroth zulief, mit seinem Schuss aber scheiterte.

Trotz der vielen Chancen musste der ISV den Rückstand hinnehmen. In der 39. Minute zirkelte Lucas Krüger einen Freistoß in den Strafraum auf Niklas Folkens, der den Ball am langen Pfosten ungehindert zur Führung einköpfte. "Wir waren in der ersten Halbzeit ganz gut im Spiel, haben wenig zugelassen, liegen aber 0:1 zurück, durch eine Unachtsamkeit bei uns in der Abwehr. Das war die einzige Chance vom HSC", sagte ISV-Trainer Jens Theuerkauf zum Gegentreffer.

Von dem Rückstand ließ sich der ISV nicht verunsichern. Er kam mit einer druckvollen Offensive aus der Pause. Die zweite Vertretung des HSC versuchte mit spielerischen Mitteln dagegenzuhalten. In der 67. Minute eroberte Folkens in der eigenen Hälfte den Ball und setzte zu einem beeindruckenden Solo an. Diese Energie-Leistung wurde mit dem 2:0 belohnt. Der Treffer gab den Hausherren mehr Sicherheit, die das Spiel nun dominierten. In der 88. Minute folgte dann der dritte Treffer. Lucas Krüger brachte sich vor dem Strafraum in Position und hämmerte den Ball an das Lattenkreuz. Von dort sprang er auf die Torlinie und an den Rücken des Torwarts, bevor er zum 3:0 über die Linie rollte. "Es war sicherlich ein verteiltes Spiel und zu jeder Zeit offen. Der ISV hätte immer ein Tor machen können und dann wird es vielleicht auch für uns noch einmal eng. Wir haben es aber diszipliniert durchgespielt. Ich denke, am Ende war der Sieg vielleicht ein Stück zu hoch, aber er geht in Ordnung", sagte HSC-Trainer Daniel Fest.

Haldensleber SC II: Fattroth - Horsika, Schütte, Murupa, Reuter, Hampel (88. Neubauer), T. Ohrdorf, Krüger, Peuschel (52. Krause), F. Ohrdorf, Folkens (90. Koch).

ISV Haldensleben: Schröder - Ulrich, Edeing, Sosoth (64. Hoffmann), Wagner (69. Hellwig), Bröckel (84. Kleie), Meyenkoth, Heider, Noack, Gruhn, Camara.

Torfolge: 1:0 Folkens (39.), 2:0 Folkens (67.), 3:0 Krüger (87.).