Mit absoluter Notbesetzung hat der SV Langenweddingen am Sonnabend das Landespokalspiel in Osterburg mit 29:33 (11:14) verloren.

Osterburg l Die Partie beim Verbandsligisten begann mit 20 Minuten Verspätung. Das Unparteiischenduo aus Calbe reiste nicht an. Für SVL-Trainer Markus Deinert keine Überraschung. "Es war lange klar, dass die ursprünglich angesetzten Schiedsrichter zum Nachholtermin im Urlaub sind." Beim Handballverband ist das scheinbar keinem aufgefallen. So musste ein zuvor im A-Junioren-Bereich eingesetztes Schiedsrichter-Tandem ran.

"Es waren einige Gurken dabei, aber wir müssen die Fehler bei uns suchen. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass erst am Spieltag die Absagen kommen. Wir können noch froh sein, dass sich die drei A-Junioren trotz Weihnachtsfeier bereit erklärt haben, mitzukommen", führt Deinert den wahren Grund für das Ausscheiden an. Ganze fünf Akteure aus dem Sachsen-Anhalt-Liga-Kader standen ihm zur Verfügung. Die Gastgeber waren sich ihrer Chance von Anfang an bewusst. Zierke, Papendiek, Kiebach (2) und Krause sorgten für eine schnelle 5:1-Führung. Auf der Gegenseite hielt der überragende Matthias Knorr Langenweddingen in Schlagdistanz. Die Gäste zeigten sich nicht effektiv und haderten lautstark mit den Entscheidungen des blutjungen Schiedsrichtergespanns.

Die Osterburger nutzten die Überzahl aber nicht konsequent aus und ließen den SVL aufgrund ihrer einzigen Schwächephase in der Partie wieder zum 10:10 herankommen. "Wenn wir dort dran geblieben wären, hätten wir vielleicht eine Chance gehabt", blickt Deinert zurück. Doch es kam anders. Langenweddingen agierte im Abschluss glücklos und wurde das ein oder andere Mal überrannt. Eine Energieleistung vor und nach der Pause stellte für den Gastgeber die Weichen in Richtung Viertelfinale. Kiebach, Hahne und der starke Zierke schraubten den Vorsprung auf fünf Treffer (17:12). Die Entscheidung fiel Mitte der zweiten Halbzeit. Osterburg gelangen fünf Treffer in Folge, inklusive Kempa-Trick. Nur noch wenige Heimfans zweifelten beim Stand von 23:15 an der Überraschung.

Langenweddingen zeigte im Schlussgang nochmal Moral, verkürzte den Rückstand auf am Ende vier Tore (33:29). "Ich kann den Jungs, die heute dabei waren, keinen Vorwurf machen. Das Spiel haben die Leute verloren, die heute gefehlt haben", erklärte Deinert.

Sein Gegenüber Marco Podas war deutlich fröhlicher gestimmt. "Ich bin zufrieden. Wir stehen erstmals im Viertelfinale, das kosten wir aus. Es war ein perfektes Spiel mit einer klasse Torhüterleistung von Mario Schrödter."

Osterburg: Mager, Schrödter - Kiebach (7), Kuhlmann (3), Papendiek (2), Krause (5), Krüger, Zierke (10), Hahne (4), Skorz (2), Braune, Hallusch, Wullmann.

Langenweddingen: Krüger - Schult (5), Knorr (14), Deutscher (3), M. Oeltze (3), J. Oeltze (4), Seilert, Heine, Ehrhardt.

Spielfilm: 5:1, 8:5, 10:10, 14:11, 17:12, 20:15, 25:18, 31:22, 33:29.

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