Es ist vollbracht. Der HSV Haldensleben hat erstmals in dieser Saison zwei Auswärtspunkte eingefahren. Beim Tabellenvorletzten der Sachsen-Anhalt-Liga HSG Wolfen gelang der Mannschaft von Matthias Schröder ein 29:23 (14:11)-Erfolg.

Wolfen/Haldensleben l Die Freude über den ersten Auswärtssieg der Saison merkte man Matthias Schröder auch am Tag danach noch an. "Wir können die Punkte gut gebrauchen", erklärte der Coach erleichtert. Seine Mannschaft hat bewiesen, dass sie auch wichtige Spiele am Ende ruhig herunterspielen kann.

Die Haldensleber kamen gut in die Partie, führten schnell mit 2:0. "Danach haben wir uns das Leben aber wieder selbst etwas schwer gemacht. Haben zu schnell den Abschluss gesucht, zu schnell versucht, den Kreis anzuspielen." In Rückstand gerieten die Kreisstädter nur einmal, beim 3:4. Ließ man sich die erste deutlichere Führung noch nehmen (7:4), verschärfte das Team nach dem 9:9 nochmals das Tempo und lag über die Stationen 11:9 und 13:10 zur Pause mit 14:11 in Führung.

Im zweiten Durchgang hielten die Haldensleber den Vorsprung konstant. Mit "Wille und Bereitschaft in der Abwehr" sowie der nötigen "Disziplin auf der Platte" sicherte sich das Schröder-Team eine exzellente Ausgangsposition für die Schlussminuten (23:18). Die Wolfener zeigten hingegen Nerven, verbuchten unnötige Zeitstrafen. Nachdem das Polster wieder auf drei Tore zusammen geschmolzen war (24:21), nutzte der HSV die zahlenmäßige Überlegenheit zur Entscheidung (28:22).

Die lange Rückfahrt verlief mit dem Erfolg im Rücken "um einiges angenehmer", blickte Schröder zurück.

Haldensleben: Mocker, Domann, Wolke - Möritz, Hilliger (8), Teßmann (3), Dehmuth (1), Rühl (4), Bierhals (1), Mucheyer, Fister, Wille, Stolze (7), Krüger (5).