Die bisherige Saison in der Kreisoberliga ist für den SV Seehausen eine einzige Erfolgsgeschichte. Nach 16 Spielen ist das Team noch ungeschlagen. Einige andere erlebten einen herben Absturz.

Landkreis l Es gibt im Laufe einer Fußballer-Karriere Spielzeiten, da scheint alles von alleine zu funktionieren. Und es gibt welche, da will sich ein Erfolgserlebnis einfach nicht einstellen - egal was man macht. Für beide Extreme gibt es in der abgelaufenen Hinrunde in der Kreisoberliga passende Beispiele. Fangen wir mit den Positiven an.

Der SV Seehausen kommt nach 16 Spielen auf 40 Punkte, was umgerechnet zwölf Siege, vier Unentschieden und null Niederlagen bedeutet. Hinzukommen mit 48 Toren der stärkste Angriff, 20 Gegentreffer bedeuten die beste Abwehr. Das Team von Trainer Günter Braun setzt bislang Maßstäbe: "Aufgrund der Situation, dass wir letztes Jahr Zweiter geworden sind, waren wir zwangsläufig der Favorit. Und das konnten wir glücklicherweise auch bestätigen. Die Hinrunde ist für uns optimal gelaufen." Die Grundlage für den Erfolg sieht Braun in der Abwehr, im Vergleich zur vergangenen Saison hat sich sein Team da deutlich verbessert. "Da wir im letzten Jahr in der Defensive immer einen Stolperstein hatten, haben wir nun mehr Stabilität bekommen. Und für ein Tor, waren wir auch immer gut."

Nur 20 Gegentore kann aber auch der Haldensleber SC II aufweisen. 32 Zähler holte das Team von Trainer Daniel Fest nach erst 15 Begegnungen, damit ist er sehr zufrieden. "Für uns verlief die Hinrunde überraschend gut, weil wir vor Saisonbeginn damit nicht rechnen konnten. Dass wir jetzt auf Platz zwei stehen und viele junge Spieler aus der A-Jugend mit hochgekommen sind, ist für uns überragend", sagte Fest. Für den Coach war es vor der Saison eine große Aufgabe, eine funktionierende Mannschaft zu entwickeln, der Abstieg aus der Landesklasse musste aufgearbeitet werden, die A-Jugend-Spieler kamen, einige andere gingen. "Ich habe noch ein neues Trainergespann, das kommt noch hinzu. Wir konnten daher nicht davon ausgehen, dass gleich alles überragend läuft. Und in der Sommerpause hat sich das auch nicht abgezeichnet."

Beim SV Altenweddingen ist die Hinrunde gleich aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten. Der Start verlief eher mäßig, dann folgte eine Phase, in der das Team von Trainer Mirko Stieler auf Platz zwei stand, und zum Ende ging es wieder bergab. Die Bilanz mit Rang drei und 27 Punkten fällt daher zweigeteilt aus. "Die Platzierung ist in Ordnung. Mit der Punktezahl sind wir dagegen nicht ganz so zufrieden", sagte Stieler: "Es hätten ein paar Punkte mehr sein können." Dass die Ergebnisse in der Endphase mehrfach ausblieben, war für Stieler hauptsächlich ein Kopfproblem. "Vielleicht lag es auch ein bisschen an der Einstellung. Bis dahin hatten wir unsere Spiele auch sehr deutlich gewonnen und dann hat der ein oder andere sicherlich gedacht, dass geht so von alleine. Doch dafür muss man selber auch ein bisschen was tun."

Viel zu machen hat auch Eintracht Gröningen. Mit gerade einmal 17 Punkten und Platz zwölf zählt das Team von Matthias Blesse zu den Enttäuschungen. "Unser Ziel war eigentlich ein einstelliger Tabellenplatz. Und Platz zwölf ist daher nicht befriedigend", gibt Trainer Blesse zu. Und für die schwachen Ergebnisse hat er auch sofort einen Grund: "Eindeutig Personalmangel. Verletzte Spieler, Studium und die letzten Spiele haben wir alle verloren. Daran lag es."

Die gleichen Sorgen hat auch Kali Wolmirstedt. "Der größte Grund für unsere schlechte Situation ist der personelle Engpass", erzählte Trainer Nico Liebscher: "Wir wussten, dass es eine schwere Saison wird. Aber trotzdem können wir nicht zufrieden sein, weil wir zu viel noch verspielt haben und unsere Leistungen nicht über 90 Minuten durchgestanden haben."