Barleben l Bereits beim Warmmachen war zu spüren, dass die Spieler des FSV Barleben gegen den VfB Sangerhausen ihren Siegeszug in der Fußball-Verbandsliga unbedingt fortsetzen wollen.

"In der ersten Halbzeit hat es sich so angefühlt, als ob man einem Kind sechs Wochen das Spielzeug weggenommen hat", sagte Trainer Mario Middendorf nach der Partie. Aggressiv, konsequent und gewohnt spielstark präsentierte sich der Tabellenführer nach der Winterpause. Dabei war ein so souveräner Start nicht unbedingt abzusehen. Viele Verletzte zwangen den Coach zum umbauen. Besonders die in der Hinrunde so stabile Abwehr-Viererkette präsentierte sich am Freitagabend zwangsweise in anderer Besetzung. Thomas Hagedorn (für Löw) und Mathieu Bele (für Otte) fügten sich nahtlos in die Mannschaft ein. "Wir haben Mathieu und Hagi vertraut. Sie haben sich in der Vorbereitung auf einem guten Level bewegt. Sicherlich müssen sie sich noch richtig finden, aber für den Anfang war es vollkommen in Ordnung", lobte Middendorf.

Zufrieden war der Trainer auch mit den Standardsituationen. Gleich drei Eckbälle von Marwin Potyka führten zu Toren. "Wir haben gute Standardschützen und im Laufe der Saison automatisieren sich auch diese Dinge", freute sich der FSV-Coach. Ein gutes Pflichtspieldebüt für seinen neuen Verein gab Denis Neumann. Der großgewachsene Angreifer kam vom Schönebecker SV und traf gegen Sangerhausen doppelt. "Er soll Unruhe stiften, Bälle festmachen, anspielbar sein. Das setzt er derzeit gut um", bewertet Middendorf. Grund zur Freude hatten die Barleber auch am Sonnabend. Verfolger Piesteritz kam zu Hause gegen Bitterfeld-Wolfen nicht über ein torloses Remis hinaus. Damit beträgt der Vorsprung sechs Punkte, allerdings haben die Grün-Weißen noch ein Spiel in der Hinterhand. Neuer Tabellenzweiter ist Preussen Magdeburg. Das Daul-Team gewann am Sonntag glücklich gegen den HSC und hat damit weiter einen Rückstand von fünf Punkten.