In Egeln haben die Landesmeisterschaften der Karatekas Sachsen-Anhalts stattgefunden. Mehr als 190 Sportler aller Altersklassen und aus dem gesamten Bundesland traten bei diesem Wettstreit um die Meisterkrone an.

Egeln/Hötensleben l Mit von der Partie war auch Hjördis Jüttner vom Sportverein Hötensleben. Die 24-Jährige wohnt im niedersächsischen Schöningen und hat in Hötensleben Karate als Sport für sich entdeckt. Seit nunmehr fast einem Jahr nimmt sie zweimal wöchentlich am Training in der Hötensleber Schulsporthalle teil.

Sensei Gerald Nowak, 5. Dan, erkannte schnell das Talent der jungen Frau in der fernöstlichen Kampfkunst. Dabei weiß sie sowohl im Kumite, dem Zweikampf, als auch in der Kata, einer Übungsform, die aus stilisierten Kämpfen besteht, welche jedoch im Karate meist gegen imaginäre Gegner geführt werden, zu überzeugen.

Erst kurz vor dem großen Ereignis reifte bei den Hötensleber Karateka die Idee: "Wir nehmen teil!" Gemeinsam mit ihrem Karatemeister Gerald Nowak bereitet sich Hjördis Jüttner intensiv auf den Wettkampf vor. Am Wochenende trat sie dann in der sogenannten Leistungsklasse an und überzeugte im Kumite. Im Zweikampf gelang es der engagierten Sportlerin, auch weit erfahrenere Gegnerinnen zu bezwingen. Ihre Kampfkunst, gepaart mit der nötigen Energie und dem Siegeswillen, wurde am Ende mit dem dritten Platz belohnt.

Vor der Trainingseinheit am vergangenen Mittwoch überreichte Gerald Nowak seiner erfolgreichen Schülerin die Urkunde und natürlich die Bronzene Medaille.

Dafür gab es nicht nur die Glückwünsche eines sichtlich stolzen Sensei, sondern auch den begeisterten Applaus der Karateka in Hötensleben. "Es war ein aufregender Tag, an dem wir viel gelernt haben.", fasste Nowak die Landesmeisterschaften aus Sicht des erfolgreichen Vereins zusammen und fügte hinzu: "Im nächsten Jahr starten wir wieder, dann vielleicht sogar mit mehreren Teilnehmern."