Der HSV Haldensleben hat am Sonntag sein viertes Punktspiel in Folge verloren. Nach starker erster Halbzeit musste sich die Mannschaft von Matthias Schröder dem Tabellendritten BSV Magdeburg mit 27:30 (17:13) geschlagen geben.

Haldensleben l Wenn es eng wird, hat der HSV Haldensleben ein Problem. Die "Automatismen in Stresssituationen", wie Matthias Schröder sie nennt, funktionieren nicht. "Weil die Mannschaft nicht eingespielt ist", fügt der Coach als Grund an. Die mangelnde Trainingsbeteiligung, sei sie dem Beruf oder der Gesundheit geschuldet, kompensierte der Gastgeber in der ersten Halbzeit exzellent. Mit Geduld im Angriff und der nötigen Aggressivität in der Abwehr stellten die Haldensleber den favorisierten BSV vor große Probleme. Nach dem 10:10 durch Marvin Möritz setzte sich der Gastgeber durch weitere Treffer von Demuth, Stolze (2), erneut Möritz und Rühl auf fünf Tore ab (15:10).

Hannes Kruse sorgte mit zwei schnellen Treffern vor der Pause für das 17:12. Anstatt allerdings den letzten Angriff vor der Halbzeit auszuspielen, es waren nur noch 30 Sekunden auf der Uhr, schloss der HSV zeitig ab und vergab. Auf der Gegenseite verwandelte der BSV einen Siebenmeter zum 17:13-Pausenstand. Den Vorsprung gab der HSV durch einfache Fehler im Spielaufbau schnell aus der Hand. Bereits nach vier Minuten hatte der Gast den Anschluss wieder hergestellt (17:16). Demuth (2) und Kruse fanden zunächst noch die passende Antwort (20:16). Eine Zeitstrafe, ein verworfener Siebenmeter und ein erneuter Fehler im Aufbau führten schließlich zur ersten Gästeführung in der zweiten Hälfte (21:22). Der HSV haderte nun mit sich und den Schiedsrichtern. Eine Rote Karte für Carsten Fister und eine Zeitstrafe gegen die Bank waren Ausdruck dessen. In der Schlussphase führte David Stolze seine Mannschaft mit drei Treffern in Folge nochmals auf 26:26 heran. Doch die Gäste waren cleverer, eine Zeitstrafe für Rühl, der seinen Gegenspieler trotz Haltens nicht am Torerfolg hindern konnte (26:28), entschied die Partie dann endgültig.

Beim BSV verteilte sich die Last auf mehreren Schultern. Die Haldensleber suchten zum Ende der zweiten Halbzeit ihre Führungsfigur. Marvin Möritz wurde nach fünf Treffern in Halbzeit eins gut aus dem Spiel genommen.

HSV: Domann, Wolke - Möritz (6), Kruse (3), Demuth (5), Rühl (4), Bierhals, Mucheyer (1), Fister (1), Stolze (5), Tysack (1), Krüger (1).

7-Meter: HSV 2/3 / BSV 4/6

2-Minuten: HSV 5 / BSV 3

Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Carsten Fister (43.).