Das Kreisderby, das sich lange Zeit dem schlechten Wetter anpasste, wurde am Ende durch zwei Treffer des ehemaligen Völpkers und jetzigen Haldensleber Topscorers René Hasse entschieden.

Haldensleben l Der HSC war in der Anfangsphase die aktivere Mannschaft, auch weil die Völpker den Gegner bis zu einer gewissen Grenze schlicht gewähren ließen. Folgerichtig ging die erste Hundertprozentige auf das Konto der Heimelf (16. Minute). René Hasse scheiterte völlig frei vor dem Tor mit einem harmlosen Abschluss.

Erst in der 37. Minute kamen auch die Völpker zu ihrer ersten Möglichkeit. Dries Barner zog aus spitzem Winkel ab, Florian Switala parierte aber stark. Auf der anderen Seite konnte sich auch Chris Borgsdorf im TSV-Tor auszeichnen, als er einen Flachschuss von Daniel Helmecke zur Ecke lenkte (40.). Nach Kopfballablage von Hasse klärte zudem die Völpker Abwehr mit großem Einsatz und Glück zur Ecke. Diese brachte Thomas Gießmann auf den kurzen Pfosten zu Tim Girke, der aber deutlich über das Tor köpfte.

Auch der zweite Durchgang sah den HSC im Vorwärtsgang. Nach Hereingabe von Gießmann, der über die stärkere linke Angriffsseite kam, spekulierte Hasse auf den kurzen Pfosten, spitzelte das Leder aber nur ins Aus. Bei einem Freistoß von Hasse in der 62. Minute boxte Borgsdorf den Ball zur Ecke. In der 75. Minute war es dann doch soweit: Nach einem Foul von Michael Ilsmann an Girke traf Hasse, der Borgsdorf locker verlud, per Strafstoß zum 1:0. Nur eine Minute später das 2:0. Wieder war Hasse der Schütze, nachdem er über die linke Seite geschickt worden war und trocken abzog. Für die Gäste hatte in der 80. Minute der eingewechselte Thomas Stefanowski noch eine Chance, er schoss aber freistehen aus 16 Metern vorbei.

Völpkes Trainer Ingo Herrmanns fasste nach dem Duell seine Sicht der Dinge zusammen: "Wir wollten defensiv kompakt stehen, haben versucht Tim Girke aus dem Spiel zu nehmen, weil er das Herz des HSC ist. Dann sieht man, wird es auch für Haldensleben schwer, eine gewisse Spielkultur aufzubauen. Und wenn man 75 Minuten Hasse an die Leine legt, steht es lange 0:0. Unglücklich, dass wir durch einen Elfmeter in Rückstand geraten. Dann wird es schwer, man löst den Raum und wenn Hasse mit Tempo kommt, ist es eben schlecht."