Wulferstedt l Der trüben Wochenendwetterstimmung zum Trotz hat Wulferstedt mit dem recht überraschenden 2:0-Sieg gegen Blankenburg für eitel Sonnenschein im Germania-Lager gesorgt. Blankenburg war richtig gut in Fahrt, weswegen für die Hausherren 90 Minuten lang harte, geduldige Arbeit auf dem Programm stand. Am Ende fehlte sicherlich auch die Portion Glück nicht, denn der BFV ließ viele Chancen liegen.

Ohne sich abzutasten waren beide Teams bissig, suchten mit offenem Visier den schnellen Erfolg. Den ersten Torschuss verbuchte der BFV durch Lehmann - aber erst in der 16. Minute. Sievers war rechtzeitig unten und hielt. Viele Zuschaueraugen waren interessehalber wieder auf Wulferstedts Benjamin Rode gerichtet. Würde er heute wieder so viele Chancen wie gegen Atzendorf haben? Sicherlich nicht, denn Blankenburg stand hinten gut. Heute aber machte Rode sein erstes Landesklasse-Tor: Er behauptete sich im Strafraum, wartete auf die Lücke und schloss reflexartig straff ab. Der Ball prallte vom Pfosten an den Rücken von Robinson und rollte über die Torlinie (17.).

Der BFV musste sich kurz berappeln. Jahn sorgte mit zwei scharfen Eingaben nochmal für höchste Gefahr, doch Robinson wehrte ab (19.). Blankenburg antwortete fortan noch entschlossener, war sehr stark im Umschaltspiel und drückte auf den Ausgleich. Bis zur Pause kamen die schnörkellosen Gäste immer wieder zu gefährlichen Schusspositionen, unter anderem auch zu einem Lattentreffer (41.) Sie konnten aber keinen dieser Angriffe nutzen. Mit dem Pausenpfiff legte Rode noch schön auf den freien Fabian Dilge heraus, der das Leder aus dem Lauf kompromisslos an den Außenpfosten donnerte.

Mit Wiederbeginn feierte Kevin Zimmermann als Neuzugang, nach langer Verletzungspause, sein Debüt im Wulferstedter Trikot. Er trug gleich Verantwortung und blieb fehlerfrei. Rode hatte am langen Pfosten das Nachsehen, wobei Keeper Robinson kurz Bekanntschaft mit der Präsenz des Germania-Stürmers machte und eine Behandlungspause brauchte (49.). Nach Ballverlust kam Blankenburg zu einem schnellen Konter, doch Lehmann zielte freistehend drüber (55.).

Es folgten die spielentscheidenden Minuten. Der erneut starke Manuel Zabel war das zweite Mal nur durch Foulspiel aufzuhalten. Wieder war es Michael Mehnert, den der unaufgeregt agierenden Dirk Rittweger mit Gelb-Rot vom Platz stellen musste (65.). Wulferstedt bekam jetzt die zweite Luft, während der Platzverweis für Blankenburg moralische Spuren hinterließ. Robert Dreyer brachte den Ball im Strafraum unter Kontrolle und schlenzte ihn von halb links unhaltbar ins obere Eck - ein Traumtor zum 2:0 (72.). In der Schlussphase war Blankenburg um den Ehrentreffer bemüht, so hatte Germania sogar mehrfach die Chance zum 3:0.

Germania Wulferstedt: Sievers - Behrens, Dilge, Buchholz (46. Zimmermann), Brunke, Charwat, Zabel, Jekal (64. Dreyer), Stadler, Jahn, Rode (77. Herbst).

Torfolge: 1:0 Rode (17.), 2:0 Dreyer (72.)

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Michael Mehnert (Blankenburg, 65.) wegen wiederholten Foulspiels. SR: Dirk Rittweger. Z: 116.