Im Bördederby der Verbandsliga setzte sich der HSC am Ende verdient mit 2:0 gegen den OSC durch und unterstrich damit seine Heimstärke. Bei bestem Fußballwetter sahen die Zuschauer ein mutiges und präsentes HSC-Team, das von Beginn an versuchte, den OSC unter Druck zu setzen.

Haldensleben l In der Anfangsformation standen Lucas Krüger, der die Innenverteidiger Position bekleidete, und Florian Ohrdorf als Rechtsaussen. Beide erledigten ihre Aufgaben mit Bravour.

Die erste Möglichkeit für den Gastgeber entstand durch einen Freistoß. René Hasses Schuss (6. Minute) aus 35 Metern ging nur knapp über Martin Rothämels Gehäuse. In der Folge nahm auch Oschersleben am Spielgeschehen teil. Die erste Möglichkeit der Gäste erfolgte ebenfalls durch einen Freistoß. Christian Schütze (11.) schoss platziert und Florian Switala war geschlagen, aber Daniel Helmecke klärte per Kopf auf der Torlinie.

Im nun munteren Spiel fiel über einen Konter auch das erste Tor. Hasse (26.) überlupfte den aus seinem Kasten herausgeeilten Rothämel gekonnt und traf zur umjubelten HSC-Führung. Die Antwort des OSC ließ nicht lange auf sich warten. Martin Zander (31.) probierte es aus knapp 13 Metern, aber Switala war wie gewohnt sicher zur Stelle. Im Wechsel der Tor-Möglichkeiten war nun der HSC wieder an der Reihe. Clemens Berlin setzte Hasse (37.) in Szene, doch dessen Versuch, den OSC-Keeper per Kopf zu überlupfen, misslang. Dann gab es die bis dahin beste OSC-Chance: Maximilian Gerwien (39.) zog aus 22 Metern ab und ließ den Ball an die Querlatte klatschen. Wenig später pfiff Schiedsricher Menz pünktlich zum Pausentee.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste, das Zepter in die Hand zu nehmen und spielten Pressing. Dies gelang stellenweise, ohne dass aber dabei eine deutliche Torchance herauskam. In der 58. Minute ging die HSC-Taktik auf. Nach einem blitzsauberen Konter durch Hasse über die rechte Seite erhöhte der mitgelaufene Berlin zum vorentscheidenden 2:0.

Auch diesmal hatte Zander eine Antwort parat. Seinen Kopfball in der 65. Minute konnte aber Switala wieder stark parieren. Der HSC tat in der verbleibenden Zeit nicht mehr als nötig und den Oscherslebern fehlte die Kreativität, um sich etwas einfallen zu lassen. Wenn die Haldensleber ihr Konterspiel noch effektiver gestaltet hätten, wäre am Ende vielleicht noch ein deutlicherer Sieg herausgesprungen. Zum Beispiel war René Hasse in der 70. Minute wieder allein auf Martin Rothämel unterwegs, überlupfte diesen erneut, aber setzte den Ball auch am Tor vorbei. In der Folgezeit gab es nur noch wenige Höhepunkte und so spielte der HSC sein Spiel runter und belohnte sich mit einem verdienten 2:0-Derbysieg. Damit nahm das Team Revanche für das Hinspiel, welches der OSC 1:0 gewonnen hatte. Mit nunmehr 38 Punkten bleibt der HSC auf Tabellenplatz sechs und kann mit dem bisherigen Rückrunden-Verlauf mehr als zufrieden sein. In der kommenden Woche wartet dann der Auswärtsauftritt in Bitterfeld/Wolfen auf das Haldensleber Team.

Haldensleber SC: Switala - D. Helmecke, Krüger, Markstein, M. Helmecke - F. Ohrdorf (65. Hering), Gießmann (86. Strauß), T. Girke, Mäde - Berlin, Hasse (81. Mühlisch).

Oscherslebener SC: Rothämel - Freisleben, Jordan, Gerwien, Sacher (Bimenyimana), Schütze, Pohlmann, Beck (56. Hahn), Pirsch, Rasch, Zander.

Torfolge: 1:0 Hasse (26.) , 2:0 Berlin (58.).

Schiedsrichter: Patrick Menz - Benjamin Petri, Herr Marco Uhlmann.

Zuschauer: 92.