Gommern/Haldensleben l Es bleibt dabei, der HSV Haldensleben kann in der Sachsen-Anhalt-Liga der Männer auswärts nicht überzeugen. Am Sonnabend verlor die Mannschaft von Matthias Schröder beim SV Eintracht Gommern mit 25:27 (12:16). "Unsere Chancenverwertung war katastrophal. Mit 39 Prozent Effektivität gewinnst du kein Spiel", erklärte der Coach nach der Partie. Dazu kam in der ersten Hälfte ein Rückzugsverhalten, das der Trainer nur schwer akzeptieren kann. "Ich glaube, von den 16 Gegentoren vor der Pause kassieren wir 11 im Gegenstoß." So lag die Eintracht über weite Strecken des ersten Duchgangs mit drei Treffern vorn (5:2, 10:7). Als die Haldensleber den Anschluss herstellten (11:10), fand Gommern trotz seiner berechenbaren Spielweise die passende Antwort und ging mit vier Toren Vorsprung in die Pause (16:12).

Nach der Halbzeit stellte Schröder die Abwehr um, zunächst auf 5:1, später auf 4:2. "Das hat ganz gut funktioniert, aber als wir wieder auf zwei Tore dran waren, haben wir zwei Gegenstöße und einen Siebenmeter liegen gelassen", berichtet der Coach. So spielte Gommern die Partie relativ stressfrei nach Hause und hinterließ einmal mehr fragende und enttäuschte Gesichter auf der HSV-Bank.

Am kommenden Sonntag erwarten die Haldensleber das Schlusslicht aus Borne. "Wenn du das Spiel nicht gewinnst, hast du in der Liga auch nichts zu suchen. Punkt!", findet Schröder drastische Worte. Ein Sieg ist Pflicht, um sämtliche Rechenspiele in Sachen Abstieg zu beenden. "Konzentration, Willen und Einstellung müssen stimmen", beschwört Schröder. In der heimischen Ohrelandhalle war das meist so. Nur deshalb ist das Minimalziel Klassenerhalt zum Greifen nah.

Haldensleben: Mocker, Domann - Marvin Möritz (4), Hilliger (2), Teßmann, Kruse (6), Rühl (4), Bierhals, Marco Möritz (1), Fister, Wille, Stolze (6), Tysack (1), Krüger (1).