Eine Vorentscheidung im Titelkampf der Fußball-Verbandsliga ist am Sonnabend nicht ausgeschlossen. Ab 15 Uhr empfängt der Zweite Grün-Weiß Piesteritz den noch immer ungeschlagenen Tabellenführer aus Barleben.

Barleben/Haldensleben l "Ich hoffe auf ein gutklassiges, faires Spitzenspiel, das seinem Ruf auch gerecht wird", erklärt Mario Middendorf vor dem absoluten Topspiel dieser Saison. Neben der spielerischen Qualität zählt für den Trainer aber auch das Resultat. "Natürlich möchte ich gewinnen." Im Hinspiel klappte es ganz gut. Der 5:0-Erfolg war die Initialzündung für den FSV. Spielerisch erinnert beim Tabellenführer allerdings momentan nur wenig an den "Sahnetag" (Middendorf) von damals. Angesichts der Personalsorgen verständlich.

"Uns fehlt momentan die Selbstverständlichkeit in unserem Spiel. Das macht es uns auf der Zielgeraden natürlich schwierig", erkennt Middendorf. So sieht er sich und sein Team heute als Außenseiter. "Piesteritz hat seit Oktober nicht mehr verloren und spielt eine ebenso gute Serie wie wir." Chancenlos sind die Barleber beim heimstarken Zweiten aber nicht. "Wir sind trotz unserer mäßigen Leistungen noch immer ungeschlagen, das sollte die Brust schwellen lassen", hofft der Coach. Mit Christian Loth und eventuell auch Peter Otte kehren zwei spielstarke Verteidiger in den Kader zurück. Verletzt fehlen Robert Löw und der am Montag operierte Philipp Hennecke. Mit einem Remis hätte Barleben den Staffelsieg weiter in der eigenen Hand. Das Spitzenspiel wird geleitet von Robin Enkelmann.

Einige Kilometer weiter südlich kämpft zeitgleich der Haldensleber SC beim 1. FC Bitterfeld-Wolfen um weitere Punkte. Die formstarke Mannschaft von Tom Krüger hat mit 38 Punkten den Anschluss ans erste Verfolgerfeld geschafft und geht beim Elften des Klassements als Favorit in die Partie. Der verschaffte sich mit drei Siegen nach der Winterpause Luft im Abstiegskampf. Im Hinspiel gab es einen knappen 1:0-Erfolg für den HSC durch einen Treffer von Rene Hasse. Schiedsrichter ist Martin Beutel.