"Not gegen Elend" hieß es am Sonnabend im Jahnstadion. Am Ende einer schwachen Partie ging der Oscherslebener SC einmal mehr als Verlierer vom Feld.

Oschersleben l Dabei hatte sich die Mannschaft von Mirko Sauerbach eigentlich viel für das Spiel vorgenommen. Doch schon die ersten Aktionen zeigten, dass der gute Vorsatz auf dem Feld nicht umgesetzt werden kann.

Der OSC spielte munter drauflos, verlor leichtfertig den Ball und der Konter der Amsdorfer setzte den ersten Nadelstich. Alexander Gründler war hellwach, spielte schnell und dribbelstark, während die Abwehr der Bodestädter langsam und verunsichert wirkte (5.). Als auf der anderen Seite Maximilian Gerwien einen Ball zu Benjamin Sacher hereingab, war der Gäste-Torhüter rechtzeitig dazwischen.

Der Gastgeber spielte aus der Abwehr heraus zu behäbig mit vielen Stockfehlern. Die Abspielfehler häuften sich aber auf beiden Seiten. Die Amsdorfer versuchten immer wieder ihren Ein-Mann-Sturm zu bedienen. Gefährlich wurde es für den OSC vor allem bei Eckbällen und Standards, denn hier fehlte jeweils die Zuordnung. In der 20. Minute verhinderte Koch mit toller Reaktion den Rückstand, nachdem Scheibe direkt vor dem Tor zum Kopfball kam.

Doch auch der OSC hatte durch Martin Zander eine Kopfballmöglichkeit nach Freistoß von Tom Freisleben. Endlich kam das Sauerbach-Team besser ins Spiel. Gute Torchancen wurden von Tino und Tim Ahlemann sowie bei einem Kopfball von Gerwien aber vergeben.

Nach der Pause plätscherte die Begegnung so dahin. Wie aus dem Nichts tauchte dann Gründler im Strafraum des OSC auf und markierte mit straffem Schuss aus zehn Metern das 0:1 in der 61. Minute. Für den Romonta-Stürmer war es bereits das 18. Saisontor. Die Oschersleber waren in der Folge nicht in der Lage, eine Reaktion auf den Rückstand zu zeigen. Statt Kampfgeist gab es Verunsicherung. Weite, ungenaue Bälle ließen die Stürmer ins Leere laufen. Ein Spiel über das Mittelfeld fand nicht statt. Verdient entführte deshalb Romonta die Punkte aus der Börde, ohne sich besonders anstrengen zu müssen, und zog in der Tabelle am OSC vorbei.

Oscherslebens Kapitän Martin Zander war am Sonntag nach der Pleite noch auf Ursachensuche: "Ich habe leider auch keine wirkliche Erklärung für die momentane Erfolglosigkeit. Gestern hat man gesehen, dass bei einigen Spielern einfach das Selbstvertrauen in die eigenen Stärken fehlt. Unser Flügelspiel, was uns in der Hinrunde so ausgezeichnet hat, kommt zur Zeit nicht so zum tragen. Daher heißt es, in den nächsten Spielen über Leidenschaft, Lauffreude und Kampf ins Spiel zu finden. Wenn wir diese Kriterien am Samstag in Stendal an den Tag legen, bin ich mir sicher, dass wir mindestens ein Unentschieden und somit mal wieder ein Erfolgserlebnis einfahren. Dann finden wir auch wieder in die Erfolgsspur zurück."

Oscherslebener SC: Koch - Pohlmann, Freisleben, Rasch, Tino Ahlemann, Sacher, Zander, Schütze, Jordan (65. Beck), Gerwien (82. Falkenberg), Tim Ahlemann.

Tor: 0:1 Gründler (61.).

Schiedsrichter: Falk Warnecke (Magdeburg), Tim Kohnert, David Kawitzke.

Zuschauer: 67.