Hötensleben (hsc) l Anders als vor dem Spiel erwartet, konnte Hötenslebens Trainer doch nicht personell aus dem Vollen schöpfen. Es gab einige Krankmeldungen. Die Begegnung zweier Mannschaften auf gesicherten Tabellenplätzen war flott, das Spiel wurde sehenswert vorgetragen, aber die große Torgefahr war meistens nicht zu erkennen.

Deicke hatte in der dritten Minute die erste Chance und sie sollte ein gutes Omen für die Begegnung sein. Die Gastgeber dominierten nun und Dörge schaffte mit dem Führungstreffer gute Stimmung unter den Zuschauern. Die Gäste sorgten mit dem einen Pfostentreffer durch Fritz für einige Aufregung in den Reihen der Einheimischen. Mit dem Tor des Tages stellte Künne ein eigentlich geruhsames Polster her, aber im weiteren Verlauf der Begegnung wurde diese These noch wiederlegt.

Die Gäste waren mit diesem Spielstand absolut nicht einverstanden, die Pausenansprache ihres Trainers war nicht zu überhören und: sie war wirksam! Die Präsens der Bernburger erhöhte sich spürbar und der Schütze vom Dienst, Andreas Knop, erzielte in der 52. Minute den Anschlusstreffer.

Die Hötensleber waren nun gefordert. Deicke schwächte die Gastgeber in der 58. Minute mit seinem Platzverweis, unnötig, aber nach der Schiedsrichterauslegung regelkonform. Die Bemühungen der Gäste wurden intensiver, aber es fehlte die absolute Genauigkeit. Die Gastgeber verlegten sich auf das Konterspiel und der schnelle Kittel stellte die Abwehr der Bernburger vor große Probleme. Zimmermann konnte ihn letztlich nur mit einer Notbremse stellen und erhielt dafür die Rote Karte. Trotz zweier Platzverweise stellte die Partie den Schiedsrichter vor keine großen Probleme, sie war umkämpft aber nicht unfair. Die Hötensleber wurden letztlich für ihren Eifer belohnt, aber sie machten es sich selbst schwer. Es war der erste Erfolg gegen Schwarz-Gelb Bernburg.

SV Hötensleben: Koch - Dörge, Künne, Kremling (82. Meßner), Deicke, Riedl, Zacher, Thielecke, Kittel, Leonhardt (85. Rudloff), Peine.

Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für Deicke (Hötensleben) und Zimmermann (Bernburg).