Wulferstedt (sgr) l Mit der Reaktion seiner Mannschaft konnte Trainer Marco Wagner voll zufrieden sein, mit dem Ergebnis nicht ganz. Nach einer weitestgehend überlegenen Leistung und mehr Chancen fehlte nach langer 2:1-Führung eine Minute zum Sieg. Doch "Fritze" Reitzig ließ seine Westerhäuser in der 89. Minute beim späten Treffer zum 2:2 nochmal jubeln.

Reitzig eröffnete auch das Spiel. Die Germania-Abwehr war gleich nach Anpfiff einmal nicht richtig im Bilde. Reitzig füllte die Lücke, wurde angespielt und vollendete allein auf Mantke zulaufend sicher zum 1:0 (2.). Wulferstedt reagierte stark. Aber zunächst musste Manuel Zabel mit einer Zerrung raus. Franz Klosa kam. Mit Benjamin Rode wusste Westerhausen noch nicht richtig umzugehen, stand bei dessen Solo durch die gesamte Gästehälfte Spalier. Rode zielte schön an Keeper Elsner vorbei, der Ball klatsche an den Pfosten und rollte auf der Linie entlang. Rode blieb dran, wollte diesen Ball einschieben, wurde dabei von Torhüter und Verteidiger gefällt. Sebastian Stadler verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:1 (13.).

Dann passierte erstmal nichts. Westerhausen hatte keine Chance mehr, Wulferstedt stand sehr gut. In der 31. Minute gab es Eckstoß für Wulferstedt. Der Ball wurde von Stadler verlängert, Robert Dreyer am langen Pfosten konnte sicher einnetzen - 2:1. Wieder klebte der Ball an Rodes Fuß, wieder ein Alleingang des Stürmers, der den Keeper austanzte und vor dem Abschluss noch von Steven Pflug eingeholt wurde (38.). Es war fast das so wichtige 3:1.

Oliver Mantke parierte nach Wiederanpfiff einen scharfen Freistoß von Panterodt stark (48.). Dann plötzlich eine Rote Karte in diesem so fairen Spiel: René Jahn und Martin Panterodt liefen sich um, der Westerhäuser blieb liegen und bekam Freistoß. Jahn beschwerte sich beim Spieler ("Du Hammel läufst mir doch selber rein"). Der Schiedsrichter griff es als rotwürdige Beleidigung auf und stellte Jahn vom Platz. Das Spiel bekam neue Fahrt. Westerhausen griff nochmal an, doch Wulferstedt blieb auch in Unterzahl besser. Die Minuten verstrichen. Herausgespielte Chancen hatte keine Mannschaft mehr. Dann die letzte Minute, in der Wulferstedt zu leichtsinnig einen Eckball ausführte. Der Ball wurde geklärt, Westerhausen konterte schnell, der Ball kam nach innen und vor dem Tor stocherte ihn Reitzig aus dem Getümmel heraus über die Torlinie. Wulferstedt ärgerte sich nicht nur über zwei fehlende Punkte, sondern auch über die überzogene Rote Karte.

Germania Wulferstedt: Mantke - Behrens, Dilge, Zimmermann, Charwat, Brunke, Dreyer, Zabel (6. Klosa), Jahn, Stadler, Rode (63. Jekal).

Torfolge: 0:1 Reitzig (2.), 1:1 Stadler (Foulstrafstoß, 13.), 2:1 Dreyer (31.), 2:2 Reitzig (89.).

Besonderes Vorkommnis: Rot für René Jahn (Wulferstedt, 57.) wegen Spielerbeleidigung.

Schiedsrichter: Sebastian Wienecke - Mario Braune, Frank Golla.

Zuschauer: 131.