Für einige Handball-Talente des Haldensleber SC war es eine ganz besondere Erfahrung. Sie dürften einmal mit Profi Robert Weber vom SC Magdeburg trainieren. Und der Österreicher hatte für die Jugendlichen ein paar interessante Ratschläge.

Süplingen l Einmal mit Profis arbeiten! Für viele Nachwuchssportler wird dieser Wunsch auf ewig unerfüllt bleiben, für ein paar Auserwählte wurde er am Montag jedoch Realität. In der Sporthalle Süplingen gab Handball-Star Robert Weber vom SC Magdeburg einigen Talenten des Haldensleber SC eine Trainingseinheit. Im Anschluss daran war noch eine öffentliche Autogrammstunde vorgesehen.

Der Österreicher zeigte sich so, wie man ihn in Magdeburg und Umgebung schätzen gelernt hat: bodenständig, volksnah, immer für einen Spaß bereit und mit viel Freude beim Handballspielen. Promi-Status und Distanz? Fehlanzeige! Weber suchte den Kontakt zu den jungen Spielern, und die suchten ihn. Ständiges Abklatschen und in die Arme nehmen gehörten dazu. "Es hat sehr viel Spaß gemacht", sagte Weber: "Es war wirklich eine Erfahrung wert. Ich mache das sehr selten, leider. Aber die Kids waren motiviert, waren gut drauf und es sind auch einige gute Talente dabei."

Gegen 11 Uhr war es soweit. Weber und die HSC-Talente wärmten sich nach professioneller Anleitung auf. Die Halle war zwar drückend warm, doch eine gute Vorbereitung ist Pflicht. Im Beisein von Ralf Geisthardt (Präsident des Kreissportbundes Börde) und Hartmut Baethge (stellvertretender Vorsitzender des Haldensleber SC) wurde gelaufen, gesprungen und geworfen. Und selbst dem Profi sah man die Intensität an: "Wir haben eine Stunde gespielt und man sieht, ich bin komplett nass."

Für den Rechtsaußen war es auch eine wohltuende Abwechslung zwischen all dem Stress. Besonders für den Kopf. Denn die Nummer 28 des SCM vergab zuletzt beim Final-Four des DHB-Pokals in Hamburg den entscheidenden Siebenmeter. Die Hauptstädter mussten sich daher im Finale der SG Flensburg-Handewitt geschlagen geben. Doch genau für solche schweren Stunden hat Weber einen ganz besonderen Rat: "So blöd es auch klingt: Aber es gibt wichtigere Dinge im Leben. So in dem Alter ist Freundschaft das Allerwichtigste. Freunde hat man fürs ganze Leben. Sport kann man vielleicht nicht so lange machen. Es gibt Misserfolge und das gehört dazu. Doch das lässt einen nur wachsen. Da sollte man sich nicht zu verrückt machen."

Nach dem sportlichen Teil folgte noch die öffentliche Autogrammstunde und Weber, ganz Profi, erfüllte jeden Wunsch. Seine Unterschrift wurde sogar auf einem Handy gewünscht. Die Autogrammkarte ist für viele sicherlich die materielle Erinnerung an diesen Tag. Für die Sportler bleibt aber noch viel mehr in den Köpfen. Sie haben sich nun einen großen Wunsch in ihrem Leben erfüllt und können behaupten, dass sie einmal mit einem Profi gearbeitet haben.

 

Bilder