Der SV Hohendodeleben ist zurück in der höchsten Spielklasse des Landkreises Börde. Nachdem sie sich zum 2:1-Sieg gegen den Domersleber SV gezittert hatten, durften die "Dodeleber Jungs" endlich feiern. Ihr Vorsprung auf die Konkurrenz beträgt nach 25 von 28 Spieltagen zwölf Punkte.

Domersleben l Um den Aufstieg endgültig perfekt zu machen, musste der Tabellenführer beim Domersleber SV gewinnen. Das Ziel war klar, jedoch hatten die Domersleber etwas dagegen.

Von Beginn an agierten die Gäste aus Hohendodeleben nicht zielstrebig genug. Anders die Heimelf. Sie bereitete den Schützlingen von Trainer Uwe Spieß einige Schwierigkeiten. In den ersten 20 Minuten passierte sehr wenig, die Dodeleber spielten zu langsam und bekamen keine guten Aktionen zustande. Der DSV beschränkte sich auf Abwehraufgaben und versuchte sein Glück mit schnellen Bällen auf die Spitzen Arian Bunke und André Schmiede.

Die ersten guten Möglichkeiten besaß aber der Gast. Nach einem Freistoß von Steve Dammering vergab Mario Hoheisel knapp per Kopf. Kurze Zeit später verlängerte Maximilian Leiding eine Ecke mit dem Kopf und wiederum scheiterte Hoheisel aus Nahdistanz - dieses Mal am Aluminium.

In der Folgezeit hatte René Gödicke zwei Hochkaräter auf dem Fuß, jedoch machten ihm bei beiden Versuchen die Nerven einen Strich durch die Rechnung. Kurz vor dem Pausenpfiff bestrafte André Schmiede die Nachlässigkeiten der Dodeleber. Nach einem langen Ball stand er allein vor Torhüter Tobias Lüning und schob zur 1:0-Pausenführung ein. Jetzt war der Tabellenführer gefordert, um den möglichen Staffelsieg nicht zu gefährden.

Trainer Uwe Spieß fand anscheinend die richtigen Worte in der Kabine, denn kurz nach Wiederanpfiff wurde Marschke geschickt, stand plötzlich frei vor DSV-Keeper Benjamin Voigt und legte den Ball quer zum mitgelaufenen Gödicke, der diesen nur noch über die Linie schieben musste. Für Gödicke war es das erste Tor im Herrenbereich für den SV Hohendodeleben.

Nur kurze Zeit später hatte Schmiede die Möglichkeit, die Heimelf wieder in Führung zu bringen. Manuel Hentschel verhinderte den erneuten Rückstand mit einer sensationellen Rettungstat. Das Spiel des SV Hohendodeleben war weiterhin sehr zerfahren und es fehlte die nötige Konzentration. Trotzdem erarbeitete sich die Mannschaft eine ganze Reihe von hochkarätigen Chancen. Doch weder Matthias Brecht noch Robin Marschke bekamen den Ball im DSV-Gehäuse unter.

Als Marschke 15 Minuten vor Schluss alleine auf das gegnerische Tor zulief und auch diese Chance nicht genutzt wurde, glaubten alle, dass heute auf Seiten des SVH kein Tor mehr fallen würde. In der 85. Minute stand Marschke aber plötzlich wieder völlig frei vor dem gegnerischen Tor und dieses Mal machte er es besser. Er verwandelte zum viel umjubelten 2:1.

Danach versuchte der DSV noch einmal alles, jedoch ließ die Defensive des SVH nichts mehr zur. Als dann der Schlusspfiff ertönte, waren nach dem hart umkämpften Sieg alle erleichtert. Die Rückkehr in die Kreisoberliga wurde ausgiebig gefeiert. Immerhin waren die Hohendodeleber schon im Vorjahr mit einem Bein in der Bördeoberliga, wurden aber im letzten Moment noch vom Ummendorfer SV abgefangen.

Domersleber SV: Voigt - Müller, Niemann, Böhme, Wilde, Freke, Hetke, Bunke, Boße, Weise, Schmiede.

SV Hohendodeleben: Lüning - Anton, Hampel, Hoheisel, Brecht, Leiding , Gödicke, M. Hentschel, Dammering, Marschke, Tobisch.

Torfolge: 1:0 Schmiede (42.), 1:1 Gödicke (46.), 1:2 Marschke (85.).

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