Für den SV Seehausen könnte der 28. Spieltag der Bördeoberliga theoretisch schon meisterlich werden. Das Fernduell der Seehäuser Verfolger TSV Niederndodeleben und Haldensleber SC II geht in eine neue Runde.

Landkreis l Meister am drittletzten Spieltag. Dieses Kunststück könnte dem SV Seehausen am morgigen Nachmittag gelingen, wenn er beim ISV Haldensleben gewinnt und der TSV Niederndodeleben und der Haldensleber SC II nicht ebenfalls einen Sieg einfahren.

Der Tabellenführer hat sich dank des 6:0-Erfolges gegen den SSV Samswegen eine ideale Position geschaffen. Trainer Roland Zahn lobte die Mannschaft daher auch in höchsten Tönen: "Das war das beste Spiel, seitdem ich hier Trainer bin. Und wenn man unsere Chancen in Relation zu den Toren sieht, dann ist Samswegen auch noch gut weggekommen." Für den Gastauftritt in Hundisburg gibt es daher auch nur eine Zielstellung. "Wir gehen in jedes Spiel um zu gewinnen. Ob es jetzt gegen den ISV oder eine andere Mannschaft geht, ist dann egal. Sonst würden wir nicht da oben stehen." Auch wenn die Chance zum Titel zum Greifen nah ist, Zahn bleibt dennoch gelassen: "Für mich spielt das keine Rolle. Wie das bei den Spielern aussieht, weiß ich natürlich nicht."

Niederndodeleben wird die Meisterschaft für den SVS wohl nicht mehr verhindern können, höchstens aufschieben. Bei sechs Punkten Rückstand ist das Torverhältnis deutlich schlechter. Dazu müsste man aber das Heimspiel gegen den SV Irxleben II gewinnen. Mit einem 5:1-Erfolg bei Kali Wolmirstedt hat sich das Team von Trainer Jörg Müller bestens eingeschossen. Doch auch die Irxleber Reserve geht mit einem 2:0 gestärkt in die Partie. Beide haben die Punkte noch bitter nötig, um ihre Ziele - Platz zwei und Klassenerhalt - zu erreichen.

Um den Verbleib in der Liga spielt auch noch Blau-Weiß Empor Wanzleben. Nach der 1:3-Niederlage beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nur noch zwei Punkte. "Die Lage ist natürlich jetzt wieder sehr bedrohlich. Deshalb müssen wir unbedingt gewinnen, egal wie. Da reicht diesmal auch kein Punkt", sagte Trainer Michael Feldheim vor dem Spiel in Bülstringen. Ihm werden mit Lars Noack, Patrick Wiegel, Daniel Wallborn und Gino Hellrung wichtige Spieler fehlen. Er selbst ist ebenfalls angeschlagen. Beim Aufsteiger fehlt Stürmer Marcel Müller wegen einer Gelb-Rot-Sperre.

Die U23 des HSC empfängt den SV Altenweddingen und braucht einen Sieg, um weiter um Platz zwei kämpfen zu können. Bei Punktgleichheit mit dem TSV Niederndodeleben ist das Torverhältnis von +18 etwas schlechter als das des TSV (+24). Besonders das überzeugende 4:2 im Stadtderby sollte für den Schlussspurt genügend Zuversicht geben. Der SVA kam dagegen nur zu einem 3:3 gegen die SGB. Bei den Sülzetalern wird Torwart Stieven Thiele nach der Gelb-Roten Karte fehlen.

Der Ummendorfer SV hat Gutenswegen/Klein Ammensleben zu Gast. Die Hausherren sind mit 33 Punkten zwar noch nicht ganz gerettet, doch auf dem besten Weg. Der SVG liegt sogar bei 40 Zählern und könnte maximal noch Platz fünf erreichen.

Der feststehende Absteiger Kali Wolmirstedt reist zum Oscherslebener SC II. "Für uns geht es ja um nichts mehr, aber wir wollen uns wenigstens vernünftig verabschieden", so Spielertrainer Manuel Gitschat. Training findet nicht mehr statt, die meisten Spieler haben für die kommende Saison auch schon einen neuen Verein gefunden. Der Flechtinger SV und Samswegen treffen in einem wichtigen Spiel um den Klassenerhalt aufeinander. Beide sind noch nicht gerettet, der SSV hat aber die besseren Aussichten. Eintracht Gröningen trifft auf Grün-Weiß Dahlenwarsleben. Die Eintracht steht nach der 0:2-Niederlage auf Platz 14, die Grün-Weißen sind auf Position vier.